HANDLUNGSFELD «BREF – BRÜCKENSCHLÄGE MIT ERFOLG»

Modellprojekte an Fachhochschulen – seit 2009

Ausschreibung 2016: Soziale Innovation

08.01.16 – Die Jahresausschreibung 2016 ist lanciert.



Das Programm wurde 2009 mit der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz KFH gestartet. Seit Januar 2015 wird es in Zusammenarbeit mit swissuniversities, dem neuen hochschulpolitischen Organ von Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen weitergeführt. Es ist mit einem Jahresbudget von ca. CHF 1.5 Mio. ausgestattet. Im Zentrum steht das Potenzial der Fachhochschulen als F&E-Partner. Die Jahresausschreibungen richten sich an Angehörige von Fachhochschulen, die starke Ideen für modellhaft neue und vielversprechende Kooperationen mit Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft (Brückenprojekte) entwickeln.
Die Ausschreibungen werden jeweils im Januar gestartet, Eingabeschluss ist im Sommer, im Herbst werden die Förderentscheidungen getroffen.

Die Jahresausschreibung BREF 2016 ist – zum fünften Mal in Folge – auf das Thema «Soziale Innovation» fokussiert – auf neuartige Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Durch ihren starken Bezug zur Praxis haben Fachhochschulen ein besonderes Potential, soziale Innovationen zu entwickeln und zum Durchbruch zu verhelfen.



Das Programm

 

Welche Ziele verfolgt BREF?


Die Fachhochschulen sind seit jeher starke und innovative Partner für die Behandlung von konkreten Fragen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Angesichts ihrer Praxis- und Anwendungsnähe verfügen sie in Forschung und Entwicklung (F&E) über Möglichkeiten, die sie für Innovationsprozesse von Unternehmen, Non-Profit-Organisationen und staatlichen Trägern zu einzigartigen Partnern machen.

Diese Stärke soll erhalten und ausgebaut werden. Die Pflege eines für beide Seiten fruchtbaren Brückenschlags ist angesichts der hohen Dynamik der Entwicklungen in unserem wirtschaftlichen und sozialen Umfeld entscheidend: Wo sind Potentiale, Chancen, Lücken?

Mit den Jahresausschreibungen «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» soll es initiativen Projektgruppen ermöglicht werden, neue Praxispartner zu erreichen und neue, vielversprechende Kooperationen zu realisieren. Für die Entwicklung und Positionierung der Fachhochschulen und ihrer Brückenfunktion zu Wirtschaft und Gesellschaft können erfolgreiche Projekte beispielhaft sein. Deshalb finanziert die Gebert Rüf Stiftung nicht nur ausgewählte Projekte, sondern auch deren Ergebnisdiffusion.

Soziale Innovation


Angesichts des raschen gesellschaftlichen Wandels können nicht nur technologische Innovationen zukunftsfähige Beiträge für «die Schweiz als Wirtschafts- und Lebensraum» (Zweckartikel der Gebert Rüf Stiftung) leisten, sondern auch gesellschaftliche Innovationen. Welche Fachbereiche in welcher Zusammenarbeit welche Beiträge zu welcher sozialen Innovation leisten können, lässt die Ausschreibung bewusst offen. Es werden nicht gezielt einzelne Fachbereiche angesprochen bzw. andere ausgeschlossen.

Zum Thema «Soziale Innovation» existiert ein breites Literaturangebot (siehe Spalte rechts). Aus den verschiedenen Forschungsansätzen lässt sich folgende Definition ableiten: «Soziale Innovationen sind neue Lösungsmechanismen zur Befriedigung gesellschaftlicher Bedürfnisse oder sozialer und ökologischer Probleme, die sich nachhaltig durchsetzen und einen gesellschaftlichen Nutzen bringen.»
Steffen Bethmann, CEPS Centre for Philanthropy Studies, Universität Basel, 2013




Jahresausschreibung 2016: Soziale Innovation

Start im Januar 2016


  • Alle Fachhochschulen, Standorte und Fachbereiche werden Mitte Januar 2016 gemeinsam von swissuniversities und Gebert Rüf Stiftung angeschrieben und mit Unterlagen zur Ausschreibung ausgestattet (Faltblätter und Plakate).
  • An einer Teilnahme interessierten Projektleiterinnen und Projektleitern wird empfohlen, vor einer allfälligen Gesuchsabfassung mit der Koordinationsstelle BREF und/oder der Geschäftsleitung der Gebert Rüf Stiftung (Koordinaten siehe unten) Kontakt aufzunehmen.

Daten Ausschreibung 2016


- Lancierung: Mitte Januar
- Eingabefrist: 14. August
- Entscheidungen: im November

Grundlegende Anforderungen – Das Projekt:


  • entspricht den üblichen Regeln des jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsbereichs;
  • ist an einer Fachhochschule verankert und wird von der Schulleitung ausdrücklich mitgetragen;
  • ist bereichs- und fachübergreifend aufgestellt (interdisziplinär);
  • orientiert sich an Bedürfnissen und Problemen und ist deshalb relevant und innovativ;
  • zeichnet sich durch eine aktive Beteiligung von Brückenpartnern aus Praxis, Gesellschaft und Wirtschaft aus – die Aufbereitung von Plattformen allein erfüllt diese Anforderung nicht.

Inhaltliche Förderkriterien: besonders erwünscht sind


Unter dem Thema «Soziale Innovation» werden beispielhafte Projekte für einen erfolgreichen, neuartigen Brückenbau zwischen Fachhochschule und Praxispartnern gesucht, die einen Erkenntnis- und Transfergewinn anstreben und als Teil des Projekts selbst betrachten:
  • Orientierung an Bedürfnissen und Problemen (Relevanz);
  • neue F&E-Zusammenarbeit von Fachhochschule und Praxis;
  • Verbesserung der Kommunikation über Leistungsangebote der Fachhochschulen und Leistungsnachfrage von Praxispartnern;
  • Ausbau spezifischer Fachhochschul-Kompetenzen in F&E;
  • Bündelung von Kompetenzen;
  • Bildung von Schwerpunkten;
  • Vernetzung von Kompetenzen in Fachhochschulpartnerschaften;
  • evtl. Nachwuchsförderung und F&E-Karrieren.

Formale Förderkriterien für Gesuchseingaben


  • Die Förderung kann Projektgruppen zugesprochen werden, die bereits am jeweiligen Thema arbeiten, sowie auch neuen Projektgruppen.
  • Das Projekt ist an einer Fachhochschule hauptverankert und wird von der Schulleitung ausdrücklich mitgetragen.
  • Verbundprojekte mit Partnern aus verschiedenen Fachhochschulen sind möglich.
  • Finanziert werden in erster Linie Salärkosten. Erwünscht ist der Einsatz von Hochschulmitteln. Auf jeden Fall sind Infrastruktur, Ausrüstung und Verbrauchsmaterial von der jeweiligen Schule bereitzustellen.
  • Es werden Projekte bis zu einem Maximalbudget von CHF 300’000 bevorzugt, die auf maximal zwei Jahre angelegt sind.
  • Projekte können auch von dritter Seite mitunterstützt werden (z. B. Bundesmittel, Kantone, Stiftungen, Wirtschaft). Lückenfinanzierungen allerdings sind nicht das Ziel dieses Programms.
  • Es sollten konkrete Pläne über die Fortsetzung nach Auslaufen der Förderung (Finanzierungsmodell) vorhanden sein.
  • Gesuche werden nur in Form eines einzigen PDF-Files entgegengenommen, in dem alle das Gesuch betreffenden Unterlagen zusammengeführt sind.

Projektevaluation und Projektbegleitung


  • Gesuche werden vom Beirat des Programms evaluiert und juriert, der von Gebert Rüf Stiftung und swissuniversities – Kammer Fachhochschulen gemeinsam bestellt ist. Bei Bedarf werden zusätzliche externe Stellungnahmen eingeholt.
  • Der Stiftungsrat der Gebert Rüf Stiftung entscheidet im November 2016 über die zu fördernden Projekte. Anschliessend werden die Entscheide allen Gesuchstellern mitgeteilt und die Liste der bewilligten Projekte auf dieser Website publiziert.
  • Rückkommensanträge und Wiedererwägungsgesuche sind ausgeschlossen; über negative Förderentscheide wird keine Korrespondenz geführt.
  • Mit den Projektleitern und Projektleiterinnen der bewilligten Gesuche wird ein Fördervertrag abgeschlossen, der die Meilensteine, die Fördertranchen, die Berichterstattung sowie die Projektbegleitung im Einzelnen regelt.
  • Sämtliche Urheberrechte verbleiben bei den Projekten.


Organisation

Beirat BREF


  • Prof. Dr. Richard Bührer, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrats
  • Dr. Katja Gentinetta, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrats
  • Prof. Franco Gervasoni, Direktor der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), Vizepräsident Kammer Fachhochschulen und Mitglied Vorstand swissuniversities
  • Prof. Dr. Rudolf Marty, Gebert Rüf Stiftung, Präsident
  • Prof. Dr. Thomas D. Meier, Rektor Zürcher Hochschule der Künste (ZFH/ZHdK)
  • Prof. Dr. Peter Voll, Institutsleiter Hochschule für Gesundheit & Soziale Arbeit, Haute Ecole Spécialisée de Suisse occidentale Valais (HES-SO)
  • Monika Wohler, ehem. Prorektorin Hochschule für Angewandte Wissenschaften St.Gallen (FHO/FHS St.Gallen)

Kontakt




Die Gewinner der Ausschreibungen 2009 – 2015

Ausschreibung 2015 – Soziale Innovation: 5 Finalisten aus 55 Projektgesuchen


Ausschreibung 2014 – Soziale Innovation: 5 Finalisten aus 30 Projektgesuchen


  • Systemische Diagnostik für die Soziale Arbeit, Prof. Dr. Peter Sommerfeld, Fachhochschule Nordwestschweiz, CHF 300'000
  • ART for AGES, Prof. Dr. Aaron Williamon, Conservatorio della Svizzera Italiana, CHF 294'000
  • Social Power Project, Dr. Roman Rudel, The Institute for Applied Sustainability to the Built Environment (ISAAC), CHF 300'000
  • WIF – Wissenslandschaft Fremdplatzierung; Qualifizierung der Indikations- und Fremdplatzierungspraxis in der Kinder- und Jugendhilfe durch kooperative Wissensbildung, Dr. Stefan Eberitzsch, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zhaw, CHF 298'000
  • Senior Living Lab, Dr. Henk Verloo, HES-SO, Institut et Haute Ecole de la Santé La Source, CHF 300'000

Ausschreibung 2013 – Soziale Innovation: 5 Finalisten aus 40 Projektgesuchen


Ausschreibung 2012 – Soziale Innovation: 5 Finalisten aus 40 Projektgesuchen


Ausschreibung 2011: 5 Finalisten von 38 Projektgesuchen


Ausschreibung 2010: 5 Finalisten aus 56 Projektgesuchen


Ausschreibung 2009: 5 Finalisten von 56 Projektgesuchen


programme website in english

with all information

page BREF en français

avec toutes les informations

Daten Ausschreibung 2016

- Lancierung: Mitte Januar
- Eingabefrist: 14. August
- Entscheidungen: im November

Forschungsbericht des Think Tank W.I.R.E

Im Auftrag des SNF zur Bedeutung von sozialer Innovation in Wissenschaft und Praxis.
Bericht
Metamap

Broschüre 2014

Mit redaktionellem Schwerpunkt auf dem Thema «Soziale Innovation»:
Programme Review 2014
Revue du programme 2014

Broschüre 2012

Die ersten 15 im Rahmen des Programms BREF finanzierten Projekte sowie Hintergrundinformationen:
Programm-Review BREF 2012
Revue du Programme 2012

BREF-Netzveranstaltung 2012

Partner

 

Quicklinks Projekte

Projektliste BREF seit 2009

Bildnachweis Kopf

Christoph Läser Photograph AG Basel