STIFTUNG SCHWEIZ

Förderung des Stiftungsstandortes
seit 2003



Zwar gilt die Schweiz angesichts liberaler gesetzlicher Rahmenbedingungen und dank einer philanthropischen Tradition als Stiftungsparadies, die Leistungsfähigkeit von Förderstiftungen hingegen ist in hohem Masse entwicklungsfähig. Parallel zur eigenen Aufstellung engagiert sich die Gebert Rüf Stiftung für eine Professionalisierung des Sektors an der Schnittstelle von Wissenschaft und Förderpraxis.

Das unbekannte Stiftungsparadies Schweiz


Günstige Rahmenbedingungen für Stiftungen haben die Schweiz zu einem «Stiftungsparadies» gemacht: Die bilanzierten Vermögen klassischer Stiftungen werden von der Eidg. Stiftungsaufsicht auf ca. CHF 40 Mia. geschätzt, mit rasch steigender Tendenz. Das Stiftungsvermögen pro Einwohner beträgt damit über CHF 5’000, zehnmal mehr als in Deutschland und dreimal mehr als in Grossbritannien. In diesen Ländern ist jedoch der Stiftungssektor eine bekannte Grösse. In der Schweiz dagegen ist keine Stiftungsbranche fassbar, es existiert auch kein Branchenbewusstsein. Verlässliche Daten sind nicht vorhanden, der gesamte Stiftungssektor ist untererforscht, nicht zuletzt herrscht Unklarheit über seine Bedeutung, Funktionsweisen und Leistungsmechanismen.

Grundlagen und Werkzeuge für effektivere Stiftungsarbeit


Förderstiftungen haben ein grosses Potential zu einer an gesellschaftlichen Knappheiten orientierten Tätigkeit. Die Wirkungszusammenhänge sind allerdings kaum Thema klassischer Stiftungsarbeit. In Anlehnung an ihre im Stiftungszweck definierte Kernaufgabe, die Schweiz «als Wirtschaftsstandort und Lebensraum» zu stärken und als junge Stiftung der Innovation verpflichtet, engagiert sich die Gebert Rüf Stiftung für die Förderung des Stiftungsstandortes Schweiz. Im Zentrum dieses Handlungsfeldes steht die gezielte Anschubfinanzierung von hochschulverankerten Projekten zu einem interdisziplinär verstandenen Stiftungsmanagement, das statistische, ländervergleichende, betriebswirtschaftliche, juristische und unternehmensethische Aspekte umfasst. Ziel dabei ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Stiftungsbranche.

Ergebnisse


Mit ihrer aktiven Unterstützung beim Aufbau des Verbandes der Förderstiftungen in der Schweiz (SwissFoundations), bei der Lancierung des Themas Foundation Governance, bei der Entwicklung von Best Practices (Buchreihe Foundation Governance; Swiss Foundation Code) und schliesslich bei der Verankerung des Know Hows über Stiftungstätigkeit an Hochschulen (CEPS an der Universität Basel) hat sich die Gebert Rüf Stiftung über die Landesgrenzen hinweg einen Namen gemacht.

SwissFoundations – der führende Verband Schweizer Förderstiftungen


SwissFoundations vereinigt aktuell 80 Schweizer Förderstiftungen und gibt ihnen eine starke und unabhängige Stimme. Der Verband pflegt ein dicht geknüpftes nationales und europäisches Netzwerk, setzt sich für optimale gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen der Stiftungstätigkeit ein und verpflichtet sich dabei auf die unternehmerischen Prinzipien der Good Governance und der Wirkungsorientierung. SwissFoundations setzt mit seinen Tätigkeiten und Publikationen Branchen- und Qualitätsstandards, trägt zu einer glaubwürdigen und wirkungsorientierten Stiftungslandschaft bei und unterstützt seine Mitglieder in ihrer verantwortungsvollen philanthropischen Tätigkeit, deren Stellenwert sowohl in zivilgesellschaftlicher wie in ökonomischer Hinsicht heute immer bedeutender wird. Über seine Mitglieder repräsentiert SwissFoundations über 20 % der gesamten geschätzten Ausschüttungen gemeinnütziger Stiftungen in der Schweiz.

Einen Namen gemacht hat sich SwissFoundations unter anderem durch die Publikation des ersten europäischen Foundation Governance Codes für Förderstiftungen (Swiss Foundation Code), der 2008 stattgefundenen Lancierung des Centre for Philanthropy Studies, dem ersten interdisziplinären Kompetenzzentrum zu Stiftungen und Philanthropie in der Schweiz, sowie dem jährlich, mit zwei Kooperationspartnern herausgegebenen, Schweizer Stiftungsreport.

Mehr Informationen unter swissfoundations.ch

CEPS: Centre for Philanthropy Studies der Universität Basel


Das Centre for Philanthropy Studies (CEPS) der Universität Basel ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Weiterbildungszentrum für das Schweizer Stiftungswesen. Das CEPS wurde 2008 auf Initiative von SwissFoundations gegründet und ist ein universitärer Think Tank zum vielfältigen Themenbereich Philanthropie. Dazu gehören alle Formen des privaten, gemeinnützigen Handelns, insbesondere die Gründung und Führung von Stiftungen. Das CEPS will mit seinen Aktivitäten die wissenschaftliche Grundlage und das Wissen über Philanthropie verbessern. Darüber hinaus bietet das CEPS mit Weiterbildungs- und Beratungsangeboten einen direkten Nutzen für Stiftungen und andere Nonprofit-Organisationen. Das Zentrum ist interdisziplinär ausgerichtet und arbeitet mit verschiedenen Fakultäten der Universität Basel und Forschungseinrichtungen anderer Hochschulen sowie Institutionen der Gesellschaft und der Wirtschaft zusammen.

Mehr Informationen unter ceps.unibas.ch

Schweizer Stiftungsreport 2011

Hg. SwissFoundations, Zentrum für Stiftungsrecht (Uni Zürich), Centre for Philanthropy Studies CEPS (Uni Basel)
Medienmitteilung
Stiftungsreport 2011
Communiqué de presse
Rapport sur les fondations 2011

Vom Mäzenatentum zur Social Entrepreneurship

Eingangsartikel von Philipp Egger über die vier grossen Trends im Stiftungswesen, Schweizer Magazin für Wissenstransfer und Führungskräfte, io management Nr. 3/2011.

Stiftungen unter der Lupe

11.03.2011 – Das CEPS und die Gebert Rüf Stiftung auf Radio DRS; Suchbegriff «Stiftungskultur» eingeben
Radiosendung «Kontext»

Informationen über Stiftungen ungenügend

16.01.2010 – Mit dem stillen Dasein der Stiftungen soll es bald vorbei sein. Beate Eckhardt, Geschäftsführerin von SwissFoundations auf DRS 1.
Download (ab 12:15 im Podcast)