BREF – «SOZIALE INNOVATION»

Modellprojekte an Fachhochschulen, 2009–2017

Unter dem Titel «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» förderte die Gebert Rüf Stiftung von 2009 bis 2017 modellhafte Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der sozialen Innovation. Sie trugen dazu bei, das Potential der «weichen» Fachhochschuldisziplinen als F&E-Partner zu stärken. Dafür standen jährlich 1.5 Mio. CHF zur Verfügung.

Zielsetzung

Das Förderprogramm BREF, das in enger Zusammenarbeit mit «swissuniversities – Kammer Fachhochschulen» durchgeführt wurde, war seit 2009 auf die Thematik der «Sozialen Innovation» fokussiert. Die Jahresausschreibungen richteten sich an Angehörige von Fachhochschulen, die starke Ideen für modellhaft neue und vielversprechende Kooperationen mit Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln wollten. Durch ihren starken Bezug zur Praxis haben Fachhochschulen ein besonderes Potential, sozialen Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen. Die Ausschreibungen wurden jeweils im Januar gestartet, Eingabeschluss war im Sommer, im Herbst wurden die Förderentscheidungen getroffen.

Grundanforderungen

Nachfolgende Grundanforderungen kamen bei der Projektselektion zur Anwendung.

Das Projekt

  • ist an einer Fachhochschule verankert und wird von der Schulleitung ausdrücklich mitgetragen;
  • orientiert sich an konkreten Bedürfnissen und relevanten Problemstellungen;
  • entspricht den Qualitätsstandards des jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsbereichs;
  • ist bereichs- und fachübergreifend aufgestellt;
  • zeichnet sich durch eine aktive Beteiligung von Brückenpartnern aus Praxis, Gesellschaft und Wirtschaft aus – die Aufbereitung von Plattformen allein erfüllt diese Anforderung nicht.

Förderkriterien

Unter dem Thema «Soziale Innovation» wurden beispielhafte Projekte für einen erfolgreichen, neuartigen Brückenbau zwischen Fachhochschule und Praxispartnern gesucht, die einen Erkenntnis- und Transfergewinn anstrebten.

Besonders erwünscht waren Vorhaben, die

  • neue F&E-Kooperationen zwischen Fachhochschule und Praxis begründen;
  • die Kommunikation über Leistungsangebote der Fachhochschulen und Leistungsnachfrage von Praxispartnern verbessern;
  • spezifische Fachhochschul-Kompetenzen in F&E aufbauen;
  • zur Bildung von Schwerpunkten und zur fachhochschulinternen Vernetzung führen;
  • zur fachhochschulspezifischen Nachwuchsförderung beitragen.

Projektevaluation

  • Die Gesuche wurden vom Beirat des Programms evaluiert und juriert. Die Gebert Rüf Stiftung und swissuniversities – Kammer Fachhochschulen bestellten den Beirat BREF gemeinsam. Bei Bedarf wurden zusätzliche externe Stellungnahmen eingeholt.
  • Der Stiftungsrat der Gebert Rüf Stiftung entschied jeweils im November über die zu fördernden Projekte. Anschliessend wurden die Entscheide allen Gesuchstellern mitgeteilt und die Liste der bewilligten Projekte auf dieser Website publiziert.
  • Mit den Projektleitern und Projektleiterinnen der bewilligten Gesuche wurde ein Fördervertrag abgeschlossen, der die Meilensteine, die Fördertranchen, die Berichterstattung sowie die Projektbegleitung im Einzelnen regelte.
  • Sämtliche Urheberrechte verblieben bei den Projekten.

Beirat BREF

Der Beirat BREF setzte sich aus folgenden Persönlichkeiten zusammen:

  • Prof. Dr. Richard Bührer, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrats
  • Dr. Katja Gentinetta, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrats
  • Prof. Franco Gervasoni, Direktor der Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana (SUPSI), Vizepräsident der Kammer Fachhochschulen und Vorstandsmitglied von swissuniversities
  • Prof. Dr. Rudolf Marty, Gebert Rüf Stiftung, Präsident
  • Prof. Dr. Thomas D. Meier, Rektor Zürcher Hochschule der Künste (ZFH)
  • Prof. Dr. Peter Voll, Leiter Institut Soziale Arbeit, Fachhochschule Westschweiz Valais-Wallis (HES-SO Valais/Wallis)
  • Prof. Monika Wohler, ehemalige Prorektorin Hochschule für Angewandte Wissenschaften St.Gallen (FHO)

Bewilligte Projekte BREF – Soziale Innovation