BREF – «FIRST VENTURES»

Förderprogramm für Fachhochschulabsolventen

Nächster Eingabetermin:  15.11.2018

Unter dem Titel BREF – «First Ventures» fördert die Gebert Rüf Stiftung Bachelor- und Masterstudierende von Fachhochschulen, die in ihrer Abschlussarbeit eine innovative Geschäftsidee entwickeln. Die Unterstützung beinhaltet einen finanziellen Projektbeitrag sowie ein individuell abgestimmtes Coachingprogramm. Für den Schwerpunkt stehen jährlich CHF 1.5 Mio. zur Verfügung.

Ziel: Innovationen an Fachhochschulen

Seit 1997 unterstützt die Gebert Rüf Stiftung im Handlungsfeld «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» ausgewählte und für die Entfaltung der Schweizer Fachhochschulen modellhafte Forschungs- und Entwicklungsprojekte. In Zusammenarbeit mit «swissuniversities» werden zu diesem Zweck Jahresausschreibungen durchgeführt. Im Zentrum steht dabei die Förderung des Brückenschlags zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. An dieser Schnittstelle können Fachhochschulen innovative Lösungen entwickeln.

Mit dem Fokus «First Ventures» richtet sich das Förderprogramm BREF erstmals an junge Fachhochschulabsolventen, die in ihrer Bachelor- oder Masterarbeit Projektideen mit unternehmerischem Potential entwickeln und diese nach dem Diplomabschluss weiterfolgen wollen. Die Projektbeiträge von maximal CHF 150'000 sollen ausgewählten Fachhochschulabsolventinnen den Weg zur Gründung ihres eigenen Unternehmens ebnen.

Mit «First Ventures» will die Gebert Rüf Stiftung talentierte Bachelor- und Masterstudenten dazu ermutigen, nicht allein die Hürde des formalen Studienabschlusses ins Auge zu fassen, sondern darüber hinaus das Wagnis der Startup-Gründung einzugehen. Der finanzielle Anschub gibt den Fachhochschulabsolventinnen die Chance, eigene Ideen in neue Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Ziel ist es, unter den Studenten eine Kultur der «Entrepreneurship» zu fördern und dadurch das unternehmerische Potential an den Fachhochschulen zu stärken.

Das Programm «First Ventures» sieht nicht nur eine finanzielle Unterstützung vor, sondern ebenso ein individuell abgestimmtes Businesstraining- und Coachingprogramm. Dieses vermittelt den potentiellen Unternehmensgründerinnen das nötige Rüstzeug, um ihre Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Vorgesehen sind Schulungskurse in unternehmerischer Praxis, die Prüfung der Geschäftsidee, aber auch konkrete Anleitungen zur Gründung und Führung von Startup-Unternehmen sowie bedürfnisorientierte Coachings durch berufserfahrene Experten aus der jeweiligen Branche. Das Trainingsprogramm wird auf die spezifischen Bedürfnisse der ausgewählten Projektleiter abgestimmt und soll diesen den Zugang zu einem breiten Startup-Netzwerk eröffnen.

Grundlegende Anforderungen

  • Antragsberechtigt sind Bachelor- und Masterstudierende bzw. künftige Fachhochabsolventinnen sämtlicher Fachbereiche und Disziplinen. Absolventen von Weiterbildungsmaster-Studiengängen werden nicht berücksichtigt.
  • Der ideale Eingabezeitpunkt liegt im Verlauf der Bachelor- oder Masterarbeit. Anträge werden bis maximal 6 Monate nach Diplomabschluss entgegengenommen.
  • Das Projektgesuch ist durch den Projektleiter bzw. Bachelor- oder Masterabsolventen einzureichen. Projektteams sind willkommen; formal hat nur eine Person die Projektleitung inne. 
  • Im Idealfall werden die Gesuchstellerinnen durch ihren Betreuer oder Erstgutachter der Abschlussarbeit bei der Abfassung des Projektgesuchs unterstützt. 
  • Falls im Projekt vorgesehen, kann die Betreuung durch den Fachhochschuldozierenden angemessen entschädigt werden; diese Entschädigung ist Teil des Projektbudgets.
  • Projektleiter und allfällige Mitarbeiterinnen des Projektteams sind für die Dauer des Projekts an der Fachhochschule angestellt. Die für die Anstellung der Projektleiterinnen zuständige Fachhochschulinstanz trägt das Projekt ausdrücklich mit; ein entsprechendes Unterstützungsschreiben ist dem Gesuch beizulegen.
  • Es werden Projekte mit einem Budget von CHF 50'000 bis maximal CHF 150’000 bevorzugt, die auf ein bis maximal zwei Jahre angelegt sind. Pro Projekt können zusätzlich Kursangebote und Coachingleistungen im Umfang von CHF 5'000 beansprucht werden.
  • Finanziert werden in erster Linie Salärkosten von der an der Fachhochschule angestellten Projektleiterinnen und Mitarbeiter des Projektteams. Erwünscht ist der Einsatz von Hochschulmitteln. Auf jeden Fall sind Infrastruktur, Ausrüstung und Verbrauchsmaterial von der jeweiligen Schule bereit zustellen.
  • Projekte können auch von dritter Seite mitunterstützt werden (z.B. Bundesmittel, Kantone, Stiftungen, Wirtschaft). Lückenfinanzierungen sind allerdings nicht das Ziel dieses Programms.
  • Es sind konkrete Pläne über die finanzielle Fortsetzung nach Auslaufen der Förderung vorzulegen.

Inhaltliche Förderkriterien

Besonders erwünscht sind Projekte, die

  • ein hohes Innovationspotential für Wirtschaft und Gesellschaft aufweisen;
  • den Qualitätsstandards des jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsbereichs entsprechen und auf dieser Grundlage eine unternehmerische Anwendungs- und Umsetzungsidee entwickeln; 
  • sich an konkreten gesellschaftlichen Bedürfnissen und wirtschaftsrelevanten Problemstellungen orientieren;
  • sich durch Fachkompetenz, Risikofreude und persönliches Engagement des Antragstellers auszeichnen;
  • die interdisziplinäre und interinstitutionelle Zusammenarbeit fördern.

Projekteingabe

  • Beachten Sie die nächsten Eingabefristen: 15. November 2018 und 31. Mai 2019.
  • Die Gesuchseingabe erfolgt über das Webportal von «First Ventures» und besteht aus zwei Teilen («Online Application» und «Project Proposal»). Beachten Sie folgende Schritte:

    1. Lesen Sie die «Guidelines» aufmerksam durch und füllen Sie das «Online Application Form» aus. Sie können es jederzeit sichern.

    2. Laden Sie das Gesuchsformular herunter (Wordvorlage «First Ventures 2018/Project Proposal»).
    - Füllen Sie das Gesuchsformular vollständig aus und beschränken Sie es auf 6 Seiten (Formular exklusive Anhänge).
    - Legen Sie dem Gesuch CV (1 Seite) aller Projektteammitglieder sowie ein Unterstützungsschreiben der für die Anstellung der Projektmitarbeiter zuständigen Fachhochschulinstanz bei.
    - Das Gesuchsformular (Wordvorlage) ist in Form eines einzigen PDF-Files (inkl. Anhänge) im Webportal von «First Ventures» hochzuladen (Rubrik «Proposal Upload»).

  • Projektgesuche werden in Deutsch und Französisch sowie vorzugsweise auf Englisch entgegengenommen.
  • Nach der ersten Selektionsrunde werden die für die Schlussselektion ausgewählten Gesuchsteller eingeladen, ihr Projekt am 14. Januar 2019 (Call II) bzw. 4. Juli 2019 (Call III) vor der Jury zu präsentieren.
  • NEU: Die für die Schlussrunde ausgewählten Projektantragsteller können am 18. Dezemeber 2018 in Schlieren (Kurssprache: Deutsch) und am 19. Dezember 2018 in Lausanne (Kurssprache: Französisch) ein Pitching-Training absolvieren. Gesuchsteller werden gebeten, sich den betreffenden Termin vorgängig zu reservieren.
  • An einer Teilnahme interessierten Projektleiterinnen wird empfohlen, vor einer allfälligen Gesuchsabfassung mit der Programmleitung der Gebert Rüf Stiftung Kontakt aufzunehmen.

Projektevaluation und -begleitung

  • Gesuche werden von der Jury des Programms und externen Experten evaluiert. 
  • Die Förderentscheide werden Mitte Januar 2019 (2. Ausschreibung) und Anfang Juli 2019 (3. Ausschreibung) mitgeteilt.
  • Mit den Projektleitern der bewilligten Gesuche wird ein Fördervertrag abgeschlossen.
  • Sämtliche Urheberrrechte verbleiben bei den Projekten.

Jury

  • Prof. Dr. Roland Siegwart, Gebert Rüf Stiftung, Präsident des Stiftungsrates 
  • Prof. Dr. Jean-Marc Piveteau, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrates 
  • Prof. Dr. Elgar Fleisch, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrates 
  • Dr. Regula Altmann-Jöhl, Prorektorin, Kalaidos Fachhochschule
  • Prof. Dr. Florian Blumer, FHNW, Hochschule für Wirtschaft, Startup Academy Basel
  • Prof. Mariana Christen Jakob, Gründerin seif, vormalige Prorektorin und Leiterin SocialLab, HSLU
  • Dr. Monica Duca Widmer, Präsidentin des Universitätsrates USI, Unternehmerin
  • Dr. Sebastian Friess, Leiter Standortförderung Kanton Bern, vormaliger Leiter Innovationspolitik SBFI
  • Dr. Anne-Catherine Sutermeister, HEAD, Leiterin Institut de recherche en art et en design (IRAD)

Programmleitung

Dr. Marco Vencato, Stv. Direktor, Gebert Rüf Stiftung, St. Alban-Vorstadt 5, 4052 Basel, marco.notexisting@nodomain.comvencato@grstiftung.notexisting@nodomain.comch, Fon +41 61 270 88 20

Bewilligte Projekte BREF – First Ventures

Die Gewinnerprojekte der ersten Ausschreibung stehen fest:

MA Marius Disler, BFH mikafi CHF 150’000
MA Frank Rouiller, HES-SO BoxUp CHF 150’000
BA Remo Waser, HSLU ColTES CHF 148’000
BA Kevin Tippenhauer, BFH PGCDSS CHF 150’000

 

Insgesamt sind 34 Antragsentwürfe und 16 gültige Projektgesuche eingegangen, davon kamen die Hälfte aus der HES-SO, 3 aus der BFH, je 2 aus der HSLU und ZFH sowie eine Bewerbung aus der FHNW. Eine knappe Mehrzahl von 6 AntragstellerInnen hatte das Masterstudium zum Zeitpunkt der Eingabe abgeschlossen, 5 bewarben sich mit Bachelordiplom und weitere 5 befanden sich noch im Bachelorstudium. Von den 16 Kandidaten waren 2 Frauen.

Videoclip: GRS First Ventures 2018 – Winning Projects
Startupticker: Winning Projects