DESIGNPLUS

Brücken zur Innovation schlagen

Nächster Eingabetermin:  01.09.2018

Die Gebert Rüf Stiftung unterstützt innovative Projekte an Schweizer Hochschulen, denen es gelingt, Design auf modellhafte Weise mit der anwendungsorientierter Technologie, Forschung und Ausbildung zu verbinden. Dafür stehen jährlich 1.4 Mio. CHF zur Verfügung.

Ziel: Neue Schnittstellen ermöglichen

Unter «Design» versteht die Gebert Rüf Stiftung die systematische Auseinandersetzung mit Fragen der Form und Funktionalität von Produkten sowie ihrer Wirkung auf potentielle Nutzer. Damit verbindet Design Aspekte, die in der wissenschaftlichen Lehre und Forschung nicht im Vordergrund stehen, aber Schnittstellen für eine fruchtbare Zusammenarbeit anbieten.

Das Handlungsfeld «DesignPlus» setzt sich zum Ziel, die Bedeutung des integralen und möglichst frühen Einbezugs von Designwissen und Designmethoden in die Arbeit von Fachwissenschaftlern zu stärken. Die Förderung richtet sich an Forscherinnen und Dozenten aus dem Wissenschaft-, Technologie- und Ausbildungsbereich, die sich vom fächerübergreifenden Austausch mit Designern einen Mehrwert versprechen. Die Bereitschaft zu einem Dialog unter Gleichberechtigten ist Voraussetzung dafür.

Im Förderfokus des Handlungsfelds stehen anwendungsorientierte F&E- sowie Ausbildungsprojekte, bei denen Design von der Konzeption bis zur Umsetzung massgebend und nicht nur als Zusatz integriert ist. Dazu sollen Fragen der Anforderung, Gestalt und Benutzung von Produkten möglichst früh in die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung einbezogen werden. Die vom Design eingebrachten Kontextüberlegungen sollen das Projekt herausfordern und im Idealfall bereichern.

Die Finanzierung ist als spezifische Komplementärförderung konzipiert, welche die Kooperation zwischen Fachwissenschaftlern und Designern mit allen Budgetimplikationen ermöglicht. Kleinprojekte mit kurzer Laufzeit und einem Budgetumfang bis maximal CHF 50'000 werden ebenso berücksichtigt wie grössere, zwei- bis dreijährige Projekte mit einem Finanzierungsbedarf von maximal CHF 300'000. Nicht ansprechen will das Handlungsfeld Designtheorie und die disziplinäre, grundlagenorientierte Designforschung.

Anforderungen

Gesucht sind Projektgruppen aus dem Wissenschafts- und Technologiebereich, die bereit sind, F&E- sowie Ausbildungsprojekte von Beginn an mit Designern zu planen und damit von engen disziplinären Vorstellungen abzurücken. Angesprochen werden grundsätzlich alle Fachbereiche und Disziplinen. Folgende Kriterien kommen bei der Projektselektion zur Anwendung:

Inhaltliche Förderkriterien

  • klare Projektidentität mit Ziel, Dauer, thematischer Einheit und Ergebnis
  • Produktorientierung mit Problemdefinition und anwendungsbezogener Lösungsorientierung
  • vollständige Integration des Designs in den wissenschaftlichen, technischen oder ökonomischen Entwicklungsprozess
  • substantieller Beitrag des Designs zur Identität, Innovation und Vermittlung des Projekts
  • Nachweis der Wirkung dieser integralen Zusammenarbeit als eigenständige und innovative Methode
  • Innovations- und Exzellenzcharakter des Projekts

Formale Förderkriterien

  • Die fachwissenschaftliche Grundfinanzierung ist zur Hauptsache gesichert
  • Das Fördergesuch betrifft die zusätzlichen Salär-, Infrastruktur- und Verbrauchsmaterialkosten
  • Die Förderung kann Projektgruppen zugesprochen werden, die bereits am jeweiligen fachwissenschaftlichen Thema arbeiten, sowie neuen Projektgruppen
  • Projekte können auch von dritter Seite mitunterstützt werden (Bundesmittel, Kantone, Stiftungen, Wirtschaft)
  • Lücken- und Restfinanzierungen sind nicht das Ziel des Programms
  • Das Projekt muss verankert sein an einer schweizerischen Universität, einer Eidg. Technischen Hochschule, Forschungseinrichtungen die einer schweizerischen Universität angeschlossen sind oder einer Fachhochschule
  • Es wird keine Infrastruktur finanziert, nur Gehälter und Materialkosten im Zusammenhang mit dem Projekt

Projekteingabe

  • Projekte können gemäss den allgemeinen Vorgaben quartalsweise (1. Februar, 1. Mai, 1. September, 1. Dezember) bei der Gebert Rüf Stiftung eingegeben werden.
  • Das Eingabeverfahren ist zweistufig.

Projektevaluation

Das Handlungsfeld «DesignPlus» ist als laufende Ausschreibung konzipiert. Bei den laufenden Ausschreibungen dauert der Selektionsprozess – von der Eingabe des Projektantrags (erste Stufe) zum Entscheid über das Projektgesuch (zweite Stufe) – circa sechs Monate. Der Stiftungsrat trifft den Förderentscheid an seinen vierteljährlich stattfindenden Plenarsitzungen auf der Grundlage der Förderkriterien und der strategischen Ziele des Handlungsfeldes.

Bewilligte Projekte DesignPlus