DIGITAL EDUCATION PIONEERS

Lernen und Lehren in der digitalen Gesellschaft

Nächster Eingabetermin:  01.05.2019

Die Digitalisierung verändert unsere Berufswelt. Das beeinflusst auch, was Kinder heute lernen müssen und vor allem wie und wo sie das tun. Durch die Umsetzung von Pionierprojekten im Sinne von «Laboratorien» will das Handlungsfeld der Primarschule und Sekundarstufe I relevante Impulse für die «Schule der Zukunft» verleihen. Dafür stehen 2019 vorerst CHF 0.5 Mio. zur Verfügung.

Ziel: Pionierprojekte für die Schule der Zukunft

Die Digitalisierung des Unterrichts bringt mit der Personalisierung des Lernprozesses sowie neuen Austausch- und Vernetzungsmöglichkeiten grosse Chancen mit sich, erschöpft sich allerdings nicht im Einsatz neuer digitaler Werkzeuge. Vielmehr ist eine pädagogisch sinnvolle Umsetzung gefragt, die sich an den für die künftige Berufswelt zu vermittelnden Fähigkeiten der SchülerInnen orientiert.

In der Schule der Zukunft wird es immer weniger ausschliesslich um die Vermittlung von Inhalten gehen, weil niemand genau voraussagen kann, was Kinder später für den Beruf brauchen. Von den heutigen Schulkindern wird ein Grossteil einen Beruf ausüben, den es heute noch nicht gibt. In Zukunft sind Kompetenzen wie Kollaborationsfähigkeit, Kreativität, kritisches Denken, Kommunikation, Expeditionsgeist sowie eine produktive Fehlerkultur entscheidend.

Die digitale Wissensvermittlung nimmt im Unterricht der Zukunft eine wichtige Rolle ein; sie stärkt die selbständige Aneignung und Weiterentwicklung von praxisrelevanten Fähigkeiten. Ein Schwerpunkt des Handlungsfeldes ist daher auch der Zugang zu qualitativ hochstehenden digitalen Lernvideos sowie der Einsatz von digitalen Tools, die den Austausch unter den Lehrpersonen, zwischen diesen und den Schülerinnen fördert: Kollaboratives Lehren und Lernen, Kompetenzerwerb, Wissensverarbeitung im Austausch (umgedrehter Unterricht).

Um neuen digitalen Lern- und Lehrarrangements mit Skalierungspotential zum Durchbruch zu verhelfen, unterstützt die Gebert Rüf Stiftung Pioniere, die durch beispielhafte Projekte eine Vorbildfunktion einnehmen.

Förderkriterien für «Digital Education»-Projekte

  • Schulstufen: Primarschule, Sekundarschule I;
  • Bottom-up Initiativen von Lehrpersonen oder Kooperationsprojekte mit Lehrpersonen;
  • Pädagogisch sinnvolle Umsetzung einer Lerntechnologie und digital unterstützter Lehr- oder Lernmethoden;
  • Digitale Lerninhalte haben nachfolgende Anforderungen zu erfüllen:
    • Open Education;
    • Relevanter Inhalt/Qualität;
    • Lernvideos jeglicher Art, auch Experimente, d. h. Nutzung nur für Schüler oder auch Lehrer;
    • Interaktivität (z.B. durch Quiz).
  • Die Projekte müssen ein Unterstützungsschreiben in Bezug auf eine Umsetzung und mögliche Skalierung der Projektidee von einer angemessenen Anzahl Schulen und den Schulbehörden beibringen.

Projekteingabe

Projekte können gemäss den allgemeinen Vorgaben quartalsweise (1. Februar, 1. Mai, 1. September, 1. Dezember) bei der Gebert Rüf Stiftung eingereicht werden. Das Eingabeverfahren ist zweistufig.

Projektevaluation

Das Handlungsfeld «Digital Education Pioneers» ist als laufende Ausschreibung konzipiert. Bei den laufenden Ausschreibungen dauert der Selektionsprozess – von der Eingabe des Projektantrags (erste Stufe) zum Entscheid über das Projektgesuch (zweite Stufe) – circa sechs Monate. Der Stiftungsrat trifft den Förderentscheid an seinen vierteljährlich stattfindenden Plenarsitzungen auf der Grundlage der Förderkriterien und der strategischen Ziele des Handlungsfeldes.

Rückkommensanträge und Wiedererwägungsgesuche sind ausgeschlossen; über Förderentscheide wird keine Korrespondenz geführt.