DIGITAL EDUCATION PIONEERS

Lernen und Lehren in der digitalen Gesellschaft

Nächster Eingabetermin:  01.05.2021

Die Digitalisierung verändert unsere Berufswelt. Das beeinflusst, was Schüler*innen heute lernen müssen, vor allem, wie und wo sie das tun. Um neuen digitalen Lern- und Lehrprojekten mit Skalierungspotential zum Durchbruch zu verhelfen, unterstützt die Gebert Rüf Stiftung Schulen aller Stufen, die durch beispielhafte Bottom-up-Initiativen der «Schule der Zukunft» relevante Impulse verleihen. Das Förderprogramm richtet sich an Lehrpersonen und Schulleitungen mit umsetzungsorientierten Projekten.

Ziel: Pionierprojekte für die Schule der Zukunft

Zeitgemässer Schulunterricht will mündige, mit kritischer Urteilskraft ausgestattete Bürger*innen hervorbringen, die imstande sind, die Zukunft auf der Höhe der Zeit mitzugestalten. Wenn Kompetenzen wie Kreativität, kritisches Denken und Kollaborationsfähigkeit, aber auch Neugier und eine produktive Fehlerkultur für die Zukunftsbewältigung immer wichtiger werden, kommt der Förderung einer neuen Art des Problemlösens grössere Bedeutung zu.

Zum einen muss die Schule heute neuen technologischen Entwicklungen gerecht werden und das Verständnis darüber sinnvoll vermitteln; zum anderen soll sie die Digitalisierung nutzen, um die Austausch- sowie die Individualisierungspotentiale für Schüler*innen auszuschöpfen. Offene Unterrichtsformate begünstigen nicht nur das forschende und stärker projektorientierte Lernen, sondern ebenso die Selbst- und Methodenkompetenz der Schüler*innen.

Die digitale Bildung sach- und adressatengerecht zu vermitteln, ist anspruchsvoll. «Pädagogik» kommt daher zwingend vor «Technik», denn es sind stets Menschen, welche die Technologien – pädagogisch reflektiert und didaktisch gekonnt – für Schüler*innen begreifbar machen. Eine gute Schüler*in-Lehrer*in-Beziehung ist für den Lernerfolg entscheidend. Nur wer sich im Unterricht angesprochen und zugleich aufgehoben fühlt, wird sich auf neue und offenere Lernformen einlassen.

Förderkriterien für «Digital Education Pioneers»-Projekte

  • Bottom-up-Initiativen von Lehrpersonen, Schulleiter*innen, Schulen aller Stufen (Primar-, Sekundar-, Mittel- und Berufsschulen) oder Kooperationsprojekte mit schulexternen Partnern.
  • Pädagogisch sinnvolle Unterrichtsprojekte mit Fokus auf digitaler Kompetenzvermittlung, Schüler*innen-Aktivierung und Open Education.
  • Budgetrahmen von CHF 10'000 - CHF 100'000 für Projektumsetzung, keine Übernahme von reinen Infrastrukturkosten.
  • Beibringung eines Unterstützungsschreibens der Schulbehörden und einer angemessenen Anzahl Schulen in Bezug auf eine mögliche Umsetzung und Skalierung der Projektidee.
  • Keine Förderung von Tool-/Softwareentwicklungen.
  • Eingabe und Projektleitung durch Lehrperson/Schulleitung.

Projekteingabe

Projekte können gemäss den allgemeinen Vorgaben quartalsweise (1. Februar, 1. Mai, 1. September, 1. Dezember) bei der Gebert Rüf Stiftung eingegeben werden. Das Eingabeverfahren ist zweistufig.

Nutzen Sie für die Eingabe unser Webportal und laden Sie dort alle erforderlichen Dokumente hoch gemäss nachfolgenden Leitlinien.

Projektevaluation

Das Handlungsfeld «Digital Education Pioneers» ist als laufende Ausschreibung konzipiert. Bei den laufenden Ausschreibungen dauert der Selektionsprozess – von der Eingabe des Projektantrags (erste Stufe) zum Entscheid über das Projektgesuch (zweite Stufe) – circa sechs Monate, bei Projekten mit einem Budgetrahmen bis CHF 50'000 in der Regel drei Monate. Der Stiftungsrat trifft den Förderentscheid an seinen vierteljährlich stattfindenden Plenarsitzungen auf der Grundlage der Förderkriterien und der strategischen Ziele des Handlungsfeldes.

Die ersten Projekte (2019) dienten der Schärfung des Handlungsfeldes und sind nicht exemplarisch für den aktuellen Förderfokus.

Rückkommensanträge und Wiedererwägungsgesuche sind ausgeschlossen; über Förderentscheide wird keine Korrespondenz geführt.

Bewilligte Projekte Digital Education Pioneers