Description du projet
Informatiktheater bringt projektartigen Unterricht als interdisziplinäre Lernform in Schulen. Im Rahmen eines innovativen Ansatzes, der Informatik und Theaterpädagogik kombiniert, sollen Kinder ein ganzheitliches Erlebnis mit Technologien erhalten. Kinder entwickeln mit digital gesteuerter Requisiten eigene Theaterszenen. Dabei programmieren sie auch die Verhaltensweisen der Objekte.
Beispielsweise können die Kinder ein interaktives Leuchtschwert für ihre Bühnenkämpfe entwickeln. Wenn das Schwert waagrecht gehalten wird, blitzen Funken; in senkrechter Haltung leuchtet es blau. Ein weiteres Kind spielt einen Zauberer. Es programmiert einen magischen Torbogen, der auf Personen reagiert, die hindurchlaufen. Dieser kreative Prozess ermöglicht es den Kindern, Informatik als integralen Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit zu erleben.
Angeboten werden Projekte von 2 bis 10 Tagen Länge. Jedes Projekt endet mit einer kleineren oder grösseren Vorstellung. Danach präsentieren die Kinder ihre Programme und Requisiten dem Publikum. Das hohe Interesse an diesem interdisziplinären Ansatz zeigt sich in der positiven Resonanz von Kindern, Lehrpersonen, Bildungsverantwortlichen und Pädagogischen
Hochschulen. Aufgrund des Erfolgs ist bereits ein Folgeprojekt geplant.
Das Neue an diesem Projekt ist die innovative Verbindung von Informatik und Theater, die es den Kindern ermöglicht, Programmieren nicht nur als technische Fähigkeit, sondern als kreativen Ausdruck zu erfahren. Durch die Integration beider Disziplinen wird Informatik lebendig und greifbar. Die Kinder lernen, dass Technologie nicht nur ein Werkzeug ist, sondern auch Teil eines kreativen Prozesses.
Das Konzept fördert interdisziplinäres Lernen und ermutigt die Kinder, Technologie in einem künstlerischen Kontext zu nutzen. Dies trägt dazu bei, dass das Lernen nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch und anwendungsorientiert erfolgt. Die kontinuierliche Verfeinerung des Projekts durch theoretische und praktische Entwicklung sorgt dafür, dass die Lernarrangements neu gedacht werden.
Etat/résultats intermédiaires
Insgesamt wurden die Projektziele erfolgreich erreicht. Statt der ursprünglich prognostizierten sieben Klassenprojekte konnten 18 Projekte durchgeführt werden. Diese wurden von zwei Fachpersonen aus den Bereichen Informatik und Theater geleitet. Die Klassenlehrpersonen konnten dabei ihre persönlichen Fähigkeiten individuell einbringen. Die Prototypen der Hard- und Software wurden rechtzeitig bereitgestellt, sodass nun zwei Klassensätze Requisiten zur Verfügung stehen. Alle Programmieranleitungen für die Kinder sind auf der Webseite informatiktheater.ch verfügbar.
Die Skalierung damit Lehrpersonen die Methode selbständig anwenden können, erweist sich aufwendiger als erwartet. Lehrerfortbildungen und Weiterbildungen für Theaterpädagog:innen konnten bisher nur in Form von punktuellen Workshops stattfinden.
Die positive Resonanz von Pädagogischen Hochschulen, Fachstellen, Schulleitungen, Lehrpersonen und Schüler:innen unterstreicht das Potenzial des Konzepts und motiviert uns, das Projekt weiterzuentwickeln und für Schulen auszubauen. Aktuell arbeiten wir mit vielen Partnern zusammen und haben unser geografisches Einzugsgebiet von St. Gallen über den Aargau bis Zug bis in die Region Zürich erweitert.
2025 – 2028 wird das Projekt in Zusammenarbeit mit drei Pädagogischen Hochschulen weiterentwickelt und für Lehrpersonen skaliert. Wir entwickeln ein Lehrmittel, das Anleitungen gibt, wie ein Informatiktheater-Projekt durchgeführt werden kann. Zudem werden Weiterbildungen für Lehrpersonen entwickelt und durchgeführt. Die Requisiten werden bis zur Serienreife weiterentwickelt und stehen dann Schulen zum Mieten oder zum Kauf zur Verfügung.
Liens
Personnes participant au projet
Dernière mise à jour de cette présentation du projet 27.08.2025