SSCN – Swiss South Caucasus Net

Förderung von Projekten im Südkaukasus

Auf der Basis des Stiftungsstatuts unterhält die Gebert Rüf Stiftung mit «Swiss South Caucasus Net» (SSCN) ein Osteuropaengagement, in dessen Zentrum der Südkaukasus mit seinen ethnischen, politischen und wirtschaftlichen Problemlagen steht. Seit 2017 im Aufbau befindlich, löst das SSCN das ältere Programm «Academic Swiss Caucasus Net» (2009–2017) ab.

Das Osteuropa-Engagement der Gebert Rüf Stiftung

Neben der «Förderung des Wirtschafts- und Lebensraums Schweiz» engagiert sich die Gebert Rüf Stiftung seit 1999 in Osteuropa. Heinrich Gebert, selbst ein global tätiger Unternehmer, hielt die Re-Europäisierung der ehemaligen Ostblock- bzw. sowjetischen Satellitenstaaten für eine wichtige gesamteuropäische Aufgabe. Die Förderprogramme der Gebert Rüf Stiftung in diesem Bereich setzen sich zum Ziel, mit Bildungs- und Entwicklungsprojekten Transitionsprozesse gezielt zu unterstützen.

Vom «Swiss Baltic Net» zum «Academic Swiss Caucasus Net»

Die Gebert Rüf Stiftung betrieb von 1999 bis 2011 mit dem «Swiss Baltic Net» (SBN) eine breit gefächerte akademische Nachwuchsförderung in den drei baltischen Staaten. Ab 2009 wurde dieses Programm schrittweise durch das «Academic Swiss Caucasus Net» abgelöst. Mit der Einrichtung des EU-Kohäsionsprogramms verlagerte sich das Osteuropaengagement der Gebert Rüf Stiftung vom Baltikum in den Südkaukasus.

Die osteuropäischen Länder ausserhalb der EU – dies sind heute Weissrussland, die Ukraine, Moldawien, Georgien und Armenien – stellen wichtige Bindeglieder zwischen Europa und Russland dar. Ihr Status in der Demokratienentwicklung ist unterschiedlich, ihre gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklung fragil. Mit gezielten Programmförderungen wird die südkaukasische Region in ihrer Transitionsprozessen unterstützt.

Swiss South Caucasus Net – SSCN

Das SSCN will einen thematisch breiten sowie an der Basisausbildung und den Grundlagenbedürfnissen – nicht primär an Forschung und Wissenschaft – orientierten Förderbeitrag zur Entwicklung der Region leisten. Einerseits werden mit bildungsbezogenen Entwicklungsprojekten Schlüsselbereiche wie die Landwirtschaft oder der Tourismus gefördert, andererseits auch Projekte in Risikogebieten unterstützt.

Sämtliche Projekte sind darauf angelegt, Potentiale zu entwickeln und diese in die Selbständigkeit zu führen. Die Förderung hat damit nicht den Charakter von Subventionen, soll also zu keinen Abhängigkeiten führen.

In der gesamten Region sind teilweise ethnische und nationalen Konflikte virulent. Aus Gründen des Personen- und Sachschutzes und um oberflächliche Vergleiche zu vermeiden, werden deshalb nur ausgewählte Förderprojekte publiziert. Die Sicherheit involvierter Personen wiegt schwerer als die berechtigte Forderung nach möglichst weitreichender öffentlicher Transparenz im Stiftungswesen.

Das Programm ist operativ von der Gebert Rüf Stiftung ausgelagert und wird als Fonds (unselbständige Stiftung) der Schweizer Dachstiftung «Fondation des Fondateurs» betrieben, analog zu «venture kick». Die Stiftung, welche offen für Drittmittel ist, «bezweckt die Förderung von Transitionsprozessen im Südkaukasus durch Initiierung, Begleitung und Umsetzung von Bildungs- und Entwicklungsprojekten mit praktischem Anwendungsnutzen.»

Programmleitung

Das «Interfakultäre Institut für Ost- und Ostmitteleuropa» (IOOE) der Universität Fribourg/Freiburg leitete und koordinierte das ASCN bis Ende 2016. Seit 2017 ist Philipp Egger als neuer Osteuropabeauftragter der Gebert Rüf Stiftung in allen Belangen für beide Programme des Osteuropaengagements verantwortlich:

Jahresberichte ASCN