STIFTUNGSRAT

Der Gebert Rüf Stiftung steht ein interdisziplinär zusammengesetzter Stiftungsrat vor. Seine Mitglieder bringen eine breite Erfahrung aus Wissenschaft und Wirtschaft mit. Sie verfügen über einen fächer-, fakultäts-, hochschul-, institutionen-, und regionenübergreifenden Blick, der sich an den Impulsmöglichkeiten der Gebert Rüf Stiftung für den «Lebens- und Wirtschaftsstandort Schweiz» (Zweckartikel) orientiert.

STIFTUNGSRATMITGLIEDER

Prof. Dr. Roland Siegwart, Präsident

Prof. Dr. Roland Siegwart, Präsident

Talente und Pioniere fördern
Eine prosperierende Volkswirtschaft benötigt solide und nachhaltige Investitionen in Bildung und Forschung, und vor allem Pioniere, die mit Unternehmergeist und Leidenschaft neue Entdeckungen und Visionen in erfolgreiche Technologien und Produkte umsetzen.

Als Stiftungsratspräsident trägt Roland Siegwart die Verantwortung für die strategischen Belange der Gebert Rüf Stiftung. Er setzt sich dafür ein, dass junge Talente und Pioniere in der entscheidenden Startphase der Innovation effizient und nachhaltig unterstützt werden. Seit 2012 Mitglied und Vizepräsident, präsidiert er den Stiftungsrat seit 2018.

Werdegang
Professor für Mikro-Robotik EPFL Lausanne (1996–2006), Professor für Robotik ETH Zürich (seit 2006), Vizepräsident Forschung und Wirtschaftsbeziehungen ETH Zürich (2010–2014), seit 2015 Co-Direktor des Wyss Zurich, Mitgründer mehrerer Spin-off-Firmen und Mitglied verschiedener Verwaltungs- und Stiftungsräte.

Prof. Dr. Monika Bütler, Vizepräsidentin

Prof. Dr. Monika Bütler, Vizepräsidentin

Freiräume schaffen
Will die Schweiz sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, braucht sie frische Ideen, um sich für die Zukunft neu zu erfinden. Bildung und Forschung sind die entscheidenden Kräfte, welche Innovationen hervorbringen und damit die Zukunftsfähigkeit der Schweizer Gesellschaft stärken.

Monika Bütler versteht sich als Impulsgeberin und ist überzeugt, dass die Gebert Rüf Stiftung mit ihren Förderaktivitäten dort die grösste Wirkung entfaltet, wo sie jungen Nachwuchsforschenden den nötigen Freiraum verschafft, um neue und riskante Projektideen in die Praxis umzusetzen. Sie ist 2017 zum Stiftungsrat gestossen und nimmt seit 2018 das Vizepräsidium wahr.

Werdegang
Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität Lausanne (2001–2004), Mitglied der Kommission für Konjunkturfragen (2000–2004), Beraterin der Weltbank in Washington (2004–2006), seit 2004 Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, zwischen 2008 und 2014 Gastprofessorin an den Universitäten Auckland und New South Wales, Mitglied des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank (seit 2010), Direktorin des Schweizerischen Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung an der Universität St. Gallen seit 2015.

Prof. Dr. Richard Bührer, Mitglied des Stiftungsrates

Prof. Dr. Richard Bührer, Mitglied des Stiftungsrates

Kompetenzen bündeln
Zur Stärkung der Schweiz als Wirtschaftsstandort und Lebensraum werden von den tertiären Bildungsinstitutionen innovative und nachhaltig wirksame Beiträge eingefordert. Sowohl disziplinäre als auch disziplinenübergreifende Kompetenzen sind unverzichtbare Voraussetzungen.

Richard Bührer ist seit 2011 Mitglied des Stiftungsrates. Im Sinne des Stiftungszwecks der Gebert Rüf Stiftung orientiert er sich daher in seiner Stiftungstätigkeit an den Grundsätzen wissenschaftlich solider und vernetzter Forschungsarbeit.

Werdegang
Direktor Fachhochschule beider Basel (2000–2004), Gesamtprojektleiter Fachhochschule Nordwestschweiz (2004–2005), Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz (2006–2010), Vizepräsident der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (bis 2010), Mitglied des Stiftungsrates des Schweizerischen Nationalfonds (bis Ende 2010), Mitglied der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW).

Prof. Dr. Elgar Fleisch, Mitglied des Stiftungsrates

Prof. Dr. Elgar Fleisch, Mitglied des Stiftungsrates

Digitalisierung mitgestalten
Die Verknüpfung von Physik und Informatik birgt für den Wirtschaftsstandort Schweiz ein grosses Potential. Wenn es uns gelingt, die vorhandenen Stärken der produzierenden Industrie mit dem Internet und dem maschinellen Lernen zu kombinieren, dann werden wir die nächste Welle der Digitalisierung federführend mitgestalten.

Elgar Fleisch setzt sich in seiner Stiftungsarbeit dafür ein, dass die Digitalisierung keine leere Worthülse bleibt, sondern mithilfe transdisziplinärer Forschungs- und Entwicklungsprojekte neue Produkte hervorbringt, die neue Märkte erschliessen. Er ist seit 2018 Mitglied des Stiftungsrates.

Werdegang
Studium der Wirtschaftsinformatik in Wien, Promotion (1993) im Bereich Künstliche Intelligenz, Professor für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen (HSG, seit 2002) und seit 2004 zusätzlich Professor für Informationsmanagement an der ETH Zürich, Mitgründer diverser Spin-off-Unternehmen, Mitglied in mehreren Verwaltungs-, Aufsichts- und Stiftungsräten.

Dr. phil. Katja Gentinetta, Mitglied des Stiftungsrates

Dr. phil. Katja Gentinetta, Mitglied des Stiftungsrates

Horizonte öffnen
Damit die Schweiz als Wirtschafts- und Lebensraum prosperiert, braucht sie Hochschulen, die ein Umfeld für Innovation und Unternehmertum bieten. Zuallererst aber braucht es Menschen, die Ideen haben und bereit sind, für deren Umsetzung Risiken einzugehen.
Im Rahmen der Gebert Rüf Stiftung legt Katja Gentinetta Wert auf die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Disziplinen. Wo Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften zusammenspannen, sind bessere Antworten auf die komplexen Fragen von Gegenwart und Zukunft zu erwarten. Sie ist seit 2013 Mitglied des Stiftungsrates.

Werdegang
Stellvertretende Direktorin des Think Tanks Avenir Suisse (2006–2011), Gesprächsleiterin der «Sternstunde Philosophie» am Schweizer Fernsehen (2011–2014), Lehrbeauftragte für Public Affairs an der Universität St. Gallen, seit 2011 selbständige Politikphilosophin und Unternehmerin, Autorin mehrerer Bücher zu gesellschaftspolitischen Themen, seit 2016 Moderatorin der Fernsehsendung «NZZ Standpunkte».

Prof. Dr. Jean-Marc Piveteau, Mitglied des Stiftungsrates

Prof. Dr. Jean-Marc Piveteau, Mitglied des Stiftungsrates

Forschung und Praxis fruchtbar verbinden
Die Hochschulen in der Schweiz verfügen in Forschung und Entwicklung über Möglichkeiten, die sie für Unternehmen und Praxisorganisationen und deren Innovationskraft zu starken Partnern machen.

Seit 2018 Mitglied des Stiftungsrates, engagiert sich Jean-Marc Piveteau im Sinne des Stiftungszwecks für die Förderung praxis- und anwendungsrelevanter Projekte, denen es gelingt, Brückenpartnerschaften zwischen Forschung und Praxis zu etablieren.

Werdegang
Physik- und Mathematikstudium (1979–1984) sowie Doktorat (1987) an der ETH Zürich,  danach Forschungs- und Lehrtätigkeit an der ETH Zürich, ab 1993 Forschungsingenieur bei der Ascom Tech AG, später Projektleiter im Forschungslabor der UBS AG, ab 1999 Direktor und Verantwortlicher der Sektion «E- Commerce and Solutions», von 2001 bis 2011 zunächst Dozent, dann Institutsleiter und schliesslich Prorektor Lehre an der Hochschule für Technik Rapperswil, seit 2011 Rektor der ZHAW.

Prof. Dr. med. Jürg A. Schifferli, Mitglied des Stiftungsrates

Prof. Dr. med. Jürg A. Schifferli, Mitglied des Stiftungsrates

Potential der Life Sciences ausschöpfen
In den letzten Jahrzehnten haben die Life Sciences in der Schweiz erfolgreiche Entwicklungsphasen erlebt. Mit ihrer anwendungsorientierten Förderstrategie trägt die Gebert Rüf Stiftung dazu bei, das Potential neuer Kräfte in der Schweiz auszuschöpfen.

Als Experte im Bereich der Life Sciences sieht Jürg Schifferli seine Aufgabe als Stiftungsratmitglied darin, an der Umsetzung der spezifischen Förderziele in diesem wichtigen Gebiet der Forschung, Entwicklung und anwendungsorientierten Wissenschaft mitzuwirken. Er ist seit 2007 Mitglied des Stiftungsrates.

Werdegang
Professor für Innere Medizin und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Universitätsspital Basel (1993–2014), Präsident der Ethik-Kommission Regionales Departement Innere Medizin beider Basel (1994–2000), Mitglied im Nationalen Forschungsrat des SNF (2000–2009), von 2010 bis 2014 zunächst Forschungsdekan und schliesslich bis zur Emeritierung Vizedekan Forschung der Medizinischen Fakultät der Universität Basel, Stiftungsrat der Fondation Louis-Jeantet.

Prof. Dr. med. Marcel Tanner, Mitglied des Stiftungsrates

Prof. Dr. med. Marcel Tanner, Mitglied des Stiftungsrates

Lösungen transdisziplinär umsetzen
Wo die Komplexität soziokultureller und -ökonomischer Probleme zunimmt, braucht es transdisziplinäre Ansätz, um sie zu lösen. Als Experte an der Schnittstelle von Gesundheit und Gesellschaft vertritt Marcel Tanner solche Ansätze. Es ist ihm Anliegen, eine breite partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem Privatsektor zu ermöglichen, um praktikable Lösungen zu entwickeln.

Die Gebert Rüf Stiftung erfüllt für Marcel Tanner dann ihre Mission, wenn mit ihrer Unterstützung gesellschaftlich relevante Herausforderungen disziplinenübergreifend angegangen werden. Er ist Mitglied des Stiftungsrates seit 2016.

Werdegang
Seit 1993 Professor für Epidemiologie und Medizinische Parasitologie an der Universität Basel, Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts (1997–2015), Dekan der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (2002–2004), Berater diverser nationaler und internationaler Gesundheitsorganisationen, seit 2016 Präsident der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT).

EHEMALIGE STIFTUNGSRATSMITGLIEDER

Prof. Dr. Rudolf Marty, Präsident von 2005–2017

Prof. Dr. Rudolf Marty, Präsident von 2005–2017

Strategische Führung
Rudolf Marty trug als Stiftungsratspräsident die Verantwortung für die strategischen Belange der Gebert Rüf Stiftung. Er war seit 2005 Mitglied und Vorsitzender des Stiftungsrates.

In seiner Stiftungsarbeit verstand sich Rudolf Marty nicht als Vertreter einer Universität oder einer Region, auch nicht als Interessenswahrnehmer eines Fachgebietes. Vielmehr orientierte er sich an der Mission der Gebert Rüf Stiftung, nicht als Mini-Nationalfonds Grundlagenforschung zu finanzieren, sondern mit einer schwerpunktgeleiteten Förderstrategie wirkungs- und anwendungsorientierte Wissenschaft in die Praxis umzusetzen.

Werdegang
Professor für Informatik an der Universität Zürich (1982–1989), danach Leiter des Informatik-Forschungslabors UBILAB der UBS, Direktor der Hauptabteilung Applikationsentwicklung der UBS, Geschäftsleitender Partner itopia – corporate information technology bis 2006, bis 2017 Inhaber der Opexis GmbH.

† Dr. sc. techn. ETH Theodor Fässler, Gründungspräsident von 1998–2004

† Dr. sc. techn. ETH Theodor Fässler, Gründungspräsident von 1998–2004

Erster Präsident des Stiftungsrates
Am 1. Januar 1998 übernahm Theodor Fässler die Aufgabe, zusammen mit dem Stiftungsrat auf der Grundlage des vorliegenden Stiftungsstatutes die Gebert Rüf Stiftung zu einer nachhaltig wirkenden Institution aufzubauen. Dabei galten folgende Leitlinien: hohe Kompetenz und Effizienz der Exekutive; Administration und Infrastruktur nach neuester Erkenntnis; Politik und Strategie zur Schliessung von Lücken in der bestehenden Forschungsförderung; Erzielen von Hebelwirkung im Mitteleinsatz; Offenheit und Transparenz in der Stiftungsstruktur; Zusammenarbeit mit bestehenden Förderinstitutionen; Professionalisierung der Bewirtschaftung des Stiftungsvermögens.

Nach 7 Jahren Aufbau und Fördertätigkeit übergab Theodor Fässler per 1. Januar 2005, nach dem Erreichen der reglementarischen Altersgrenze, das Präsidium der Gebert Rüf Stiftung an Rudolf Marty.

Werdegang
Maschinenbau-Studium an der ETH mit Diplomabschluss in Betriebswissenschaften und Fertigungstechnik; nach praktischer Tätigkeit im Ausland (u. a. bei General Electric in den USA) Chefassistent am Lehrstuhl für Betriebswissenschaften der ETHZ; Promotion zum Doktor der technischen Wissenschaften, während 36 Jahren in verschienenen Funktionen massgeblicher Beitrag zur Entwicklung der Firma Mikron vom Familienunternehmen in einen weltweit tätigen Konzern; 1997 altersbedingter Rücktritt nach 19 Jahren Führungsverantwortung als Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates.

Prof. Dr. iur. Peter Forstmoser, Vizepräsident und Gründungsmitglied von 1998–2016

Prof. Dr. iur. Peter Forstmoser, Vizepräsident und Gründungsmitglied von 1998–2016

Gründungsmitglied
Peter Forstmoser war an den Vorbereitungen zu Gründung und Aufbau der Gebert Rüf Stiftung intensiv beteiligt. Seit der Stiftungsgründung im Dezember 1997 war er Vizepräsident des Stiftungsrates und hat damit das Gesicht der Stiftung von Anfang an wesentlich mitgeprägt.

Im Rahmen seiner Stiftungsarbeit verstand sich Peter Forstmoser als Vertreter der Rechts- und Sozialwissenschaften mit einem Blick für fächerübergreifende Projekte. Gleichzeitig versuchte er, seine Erfahrungen als Wissenschaftler wie auch als Praktiker einzubringen. Die Messlatte für vielversprechende Förderprojekte stellte für ihn der Stiftungszweck dar, nämlich «die Stärkung der Schweiz als Wirtschaftsstandort und Lebensraum».

Werdegang
Rechtsstudium an der Universität Zürich, danach Partner bei Niederer, Kraft & Frey; ehemaliger VR-Präsident von SwissRe.

Prof. Dr. Carl August Zehnder, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2011

Prof. Dr. Carl August Zehnder, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2011

Breite Vernetzung
Carl August Zehnder war Stiftungsrat von der Gründung der Gebert Rüf Stiftung bis Ende 2011. In seiner Stiftungsarbeit war er insbesondere für Aktivitäten der Stiftung in technischen und ingenieurwissenschaftlichen Bereichen sowie für Projekte aus dem Fachhochschulbereich verantwortlich.

Werdegang
Studium an der ETH Zürich, Promotion 1965 über Computerberechnung von Stunden- und Fahrplänen, danach beruflich in der Industrieberatung tätig.. Von 1966 bis 1967 Forschungsaufenthalt in den USA am Massachusetts Institute of Technology (MIT). 1970 ie Berufung zum Assistenz- und 1979 zum ordentlichen Professor für Informatik.

Prof. Dr. med. Philipp U. Heitz, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2006

Prof. Dr. med. Philipp U. Heitz, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2006

Vertreter der Medizin
Philipp U. Heitz war Stiftungsrat von der Gründung der Gebert Rüf Stiftung bis Ende 2006. In seiner Stiftungsarbeit war er insbesondere für die Aktivitäten auf den Gebieten der Biologie und Medizin verantwortlich.

Werdegang
Studium der Medizin an der Universität Genf mit Zusatzausbildungen in Freiburg, Basel und London. 1974 Habilitation in Basel, 1981 Berufung zum ausserordentlichenvund 1982 zum ordentlichen Professor für Pathologie an der Universität Basel. Seit 1987 ordentlicher Professor für Pathologie und Vorstand der Abteilung Pathologie an der Universität Zürich. 2004 emeritiert.

Prof. Dr. sc. phil.II Verena Meyer, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2005

Prof. Dr. sc. phil.II Verena Meyer, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2005

Naturwissenschaften vernetzt
Verena Meyer war Stiftungsrätin von der Gründung der Gebert Rüf Stiftung bis Ende 2005. Sie war zuständig für das Gebiet der Naturwissenschaften. Ihre Mitarbeit war aber auch geprägt durch ihre vielfältigen Erfahrungen in der Schweizerischen Hochschul- und Wissenschaftspoltik. Ein besonderes Anliegen waren ihr Projekte, welche verschiedene Fachgebiete, verschiedene Hochschulen oder verschiedene Regionen einander nahe brachten.

Wissenschaftspolitische Persönlichkeit
Zu ihren ausseruniversitäten Tätigkeiten zählten Mitgliedschaft im Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds und später Vorsitz der Abteilung IV, «Nationale Forschungsprogramme», und daran anschliessend Mitgliedschaft und bis zum Jahr 2000 Vorsitz im Schweizerischen Wissenschaftsrat. Die Mitarbeit in verschiedenen Kommissionen des Bundes sowie in zahlreichen Stiftungen war Teil dieses ausseruniversitären Engagements.

Werdegang
Nach dem Studium der Experimentalphysik an der Universität Zürich und einem zweijährigen Aufenthalt als Postdoc in den USA Rückkehr an die Universität Zürich, dort Habilitation auf dem Gebiet der experimentellen Kernphysik. Seit 1963 Extraordinaria, ab 1968 Ordinaria, 1976 bis 1978 Dekanin und 1982 bis 1984 Rektorin. Emeritierung im Jahr 1994.

† Prof. Dr. Hans Heinrich Schmid, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2005

† Prof. Dr. Hans Heinrich Schmid, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2005<br/>

Wirken mit Weitsicht
Als Gründungsmitglied spielte Hans Heinrich Schmid eine führende Rolle beim Aufbau der Gebert Rüf Stiftung. Der längere Wirkungshorizont der Projekte war ihm ein besonderes Anliegen. Der Stiftungsrat konnte auf seine Erfahrung als Rektor der Universität Zürich zählen sowie auf sein Gespür für hermeneutische Feinheiten, die er als Professor für alttestamentliche Wissenschaft kultivierte.

Werdegang
Studium der Theologie an den Universitäten Zürich und Göttingen, 1966/67 Habilitation, seit 1969 ordentlicher Professor für alttestamentliche Wissenschaft und ab 1972 Rektor der Kirchlichen Hochschule Bethel. 1976 Berufung zum ordentlichen Professor für alttestamentliche Wissenschaft und allgemeine Religionsgeschichte an der Universität Zürich. Von 1988 bis 2000 Rektor die Universität Zürich, die 1998 aus der Kantonsverwaltung herausgelöst und verselbständigt wurde.

† Prof. Dr. Heinrich Rohrer, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2002

† Prof. Dr. Heinrich Rohrer, Gründungsmitglied des Stiftungsrates von 1998–2002

Stimme der Naturwissenschaften
Als «Vater der Nanotechnologie» und Nobelpreis-Träger für Physik vertrat Heinrich Rohrer die Stimme der Naturwissenschaften im Stiftungrat. Er setzte sich für Projekte ein, die auf der Basis solider wissenschaftlicher Erkenntnisse in der unternehmerischen Anwendung dieses Wissens weit über die Erforschung der Grundlagen hinauswiesen.

Werdegang
Seit 1951 Studium an der ETH Zürich im Fach Physik bei Wolfgang Pauli und Paul Scherrer, ab 1955 Arbeit an der Dissertation am Lehrstuhl von Peter Grassmann über die Druck- und Volumeneffekte in Supraleitern, 1963 Wechsel an das IBM Forschungszentrum in Rüschlikon, wo er gemeinsam mit Gerd Binnig bis 1981 das Rastertunnelmikroskop entwickelte.

Prof. Dr. Piero Martinoli, Mitglied des Stiftungsrates von 2003–2006

Prof. Dr. Piero Martinoli, Mitglied des Stiftungsrates von 2003–2006

Für die transformative Forschung
Im Sinne des Stiftungszweckes galt das Interesse von Piero Martinoli vor allem Forschungsprojekten mit transformativem Charakter, Vorhaben also, die Neues schufen, das in der Praxis nachhaltig wirkte. Als Grenzgänger der Wissenschaften verstand er es, im Stiftungsrat zwischen den Disziplinen immer wieder Brücken zu bauen.

Werdegang
Studium der Physik an der ETH Zürich, danach Lehr- und Wanderjahre an der Zürcher Hochschule sowie in den Vereinigten Staaten, 1978 Berufung zum ordentlichen Professor für Physik an die Universität Neuenburg, zahlreiche Vorlesungs- und Forschungszyklen an den Universitäten Genf und Lausanne sowie am IBM-Forschungslabor in Rüschlikon. 

Prof. Dr. Susan Gasser, Mitglied des Stiftungsrates von 2006–2016

Prof. Dr. Susan Gasser, Mitglied des Stiftungsrates von 2006–2016

Einsatz für die Biomedizin
Susan Gasser war während zehn Jahren Mitglied im Stiftungsrat der Gebert Rüf Stiftung. Neben etlichen anderen Verpflichtungen setzte sie sich im Stiftungsrat insbesondere für Projekte im Bereich der Life Sciences ein. Dabei brachte sie ihr breites Know-How und ihre Erfahrung als Leiterin des Friedrich Miescher Instituts ein.

Werdegang
Studium der Biologie an der Universität Chicago, Promotion 1982 am Biozentrum der Universität Basel, danach Postdoktorat im Labor von Professor Ulrich K. Laemmli an der Universität Genf, ab 1986 Forschungsgruppenleiterin am Schweizerischen Institut für Experimentelle Krebsforschung (ISREC) in Lausanne, 2001 Berufung zur ordentlichen Professorin ans Departement für Molekularbiologie der Universität Genf, seit 2004 Leiterin des Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel.

† Prof. Dr. Marie Theres Fögen, Mitglied des Stiftungsrates von 2006–2007

† Prof. Dr. Marie Theres Fögen, Mitglied des Stiftungsrates von 2006–2007

Potential der Geistes- und Sozialwissenschaften
Als Mitglied des Stiftungsrates war Marie Theres Fögen insbesondere für Aktivitäten der Stiftung in den geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereichen verantwortlich. Mit ihrem krankheitsbedingten Rücktritt auf Ende 2007 und ihrem Tod am 18. Januar 2008 hat die Gebert Rüf Stiftung eine Stiftungsrätin verloren, die sich pointiert dafür einsetzte, die Fördermittel als Anschubhilfen für innovative Projekte zu verwenden.

Werdegang
Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten von München und Frankfurt, danach als Rechtsanwältin zugelassen und zugleich wissenschaftlich tätig, zwischen 1980 und 1995 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt, 1993 Habilitation, danach Berufung zur Professorin für Römisches Recht, Privatrecht und Rechtsvergleichung an der Universität Zürich, seit 2001 Direktorin am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt.

Prof. Dr. René Dändliker, Mitglied des Stiftungsrates von 2007–2012

Prof. Dr. René Dändliker, Mitglied des Stiftungsrates von 2007–2012

Kenner der wissenschaftspolitischen Institutionen
Als langjähriger Präsident der Akademie der technischen Wissenschaften kannte sich René Dändliker im Schweizer BFI-System bestens aus. Für den Stiftungsrat der Gebert Rüf Stiftung war seine breite Berufserfahrung sowohl in der Industrie als auch im Hochschulbereich von grossem Nutzen.

Werdegang
Studium der Physik an der ETH Zürich, 1968 Promotion an der Universität Bern, danach Professor für angewandte Optik an der Universität Neuchâtel und an der EPFL.

† Christiane Langenberger, Mitglied des Stiftungsrates von 2008–2012

† Christiane Langenberger, Mitglied des Stiftungsrates von 2008–2012

Förderung des Wirtschaftsstandortes
Im Rahmen ihrer Stiftungsarbeit verstand sich Christiane Langenberger als Vertreterin politischer Kreise, die sich für die Innovation in unserem Land einsetzen und dazu beitragen wollen, dass zukunftsweisende Forschung an Hochschulen die nötigen finanziellen Ressourcen erhält. Kreative Forschungsprojekte sind für den Handlungsspielraum und für die Konkurrenzfähigkeit unserer Wirtschaft unentbehrlich.

Werdegang
Gemeinderätin in Romanel-sur-Morges im Jahr 1987, von 1994 bis 1995 Gemeindepräsidentin, von 1995 bis 1999 Nationalrätin, ab 1999 Ständerätin für zwei Amtsperioden, 2003 bis 2004 Präsidentin der FDP.

EHEMALIGE GESCHÄFTSLEITUNGSMITGLIEDER

Dr. phil. I Philipp Egger, Gründungsdirektor, Geschäftsführer von 1998–2016

Dr. phil. I Philipp Egger, Gründungsdirektor, Geschäftsführer von 1998–2016

Erster Direktor der Stiftung
Philipp Egger trug als erster Geschäftsführer der Gebert Rüf Stiftung massgeblich zur ihrer raschen und erfolgreichen Positionierung bei. Den Stiftungsaufbau trieb er mit einem zukunftsgerichteten Philanthropieverständnis voran, das sich an Transparenz, Wirkungsorientierung und Foundation Governance orientierte. So war die Gebert Rüf Stiftung schon nach wenigen Jahren über die Landesgrenzen hinaus als mustergültige, sichtbare und wirkungsmächtige Förderstiftung bekannt.

In gezielter Zusammenarbeit mit Hochschulen und Institutionen ermöglichte er eine grosse Zahl an vielversprechenden Public Private Partnerships. So begleitete er etwa von allem Anfang, als Mitglied des strategischen «Swissnex Committee», die Entwicklung und den Ausbau der schweizerischen BFI-Präsenz in den USA und in Asien.

Promotor des Stiftungsstandortes
Als Mitinitiant (1999) und langjähriges Vorstandsmitglied (bis 2015) von SwissFoundations, dem Verband der Schweizer Förderstiftungen, engagierte er sich normativ, strategisch und operativ für die robuste Entwicklung des liberalen Stiftungsstandortes Schweiz, u.a. als Herausgeber der Buchreihe «Foundation Governance» (Helbling & Lichtenhahn), als Initiant und Mitautor des «Swiss Foundation Code» sowie als Mitgründer der «Fondation des Fondateurs», der mittlerweile grössten und von Finanzdienstleistern unabhängigen Dachstiftung der Schweiz. Auch international setzte er sich für die Erneuerung des Stiftungssektors ein, sowohl in den USA als auch in Europa.

Rücktritt mit Zukunft
Auf eigenen Wunsch trat Philipp Egger per Ende 2016 als Direktor zurück. Der Generationenwechsel in der strategischen und operativen Führung der Stiftung wurde von langer Hand vorbereitet. Für die nächste Phase seines beruflichen Lebens nimmt er als Delegierter der Gebert Rüf Stiftung das im Stiftungsstatut verankerte Osteuropaengagement wahr.