Innovation als Schlüssel zur Bildung der Zukunft
Die gesellschaftliche Entwicklung und die digitale Transformation beeinflussen in rasantem Tempo die Anforderungen an die Bildung. Kinder und Jugendliche müssen heute Kompetenzen erwerben, die sie für eine sich stetig verändernde Welt befähigen. Doch wie kann die Schule von heute ihre Schüler:innen auf die Herausforderungen von morgen vorbereiten? Welche Wege gibt es, um die Balance zwischen bewährten Lehrmethoden und neuen Technologien zu finden? Und wie können innovative Ansätze nachhaltig in den Unterricht integriert werden?
Die Schule im Wandel
Die Digitalisierung eröffnet nicht nur für die Berufswelt, sondern auch für die Bildung neue Möglichkeiten. Von interaktiven Lernplattformen bis hin zu Künstlicher Intelligenz im Klassenzimmer – neue Technologien bieten vielfältige Chancen, stellen Schulen aber auch vor grosse Herausforderungen. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffung moderner Geräte oder Software, sondern vor allem um die Frage, wie diese sinnvoll in den Unterricht integriert werden können. Der Unterricht soll sich den Bedürfnissen der Schüler:innen anpassen und gleichzeitig die Förderung zentraler «Future Skills» wie kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Kollaborationsfähigkeit nicht aus den Augen verlieren.
Schulpioniere als Wegbereiter
Lehrpersonen sind die wahren Expert:innen des Unterrichtsalltags. Sie stehen täglich vor der Aufgabe, ihre Schüler:innen nicht nur fachlich, sondern auch methodisch und sozial auf die Zukunft vorzubereiten. Dabei zeigt sich immer wieder: Die besten Ideen für innovative Bildungsprojekte entstehen nicht in externen Forschungsinstituten, sondern direkt in den Schulen.
Deshalb setzen wir auf das Prinzip: Aus der Praxis für die Praxis. Bildungsprojekte müssen nicht ausschliesslich von aussen kommen, sondern können von Lehrpersonen selbst initiiert und umgesetzt werden. Diese haben ein Gespür für die Bedürfnisse ihrer Schüler:innen und wissen, welche Konzepte im Klassenzimmer wirklich funktionieren.
Nachhaltige Innovation: Pädagogik vor Technik
Moderne Bildung sollte nicht von technischen Neuerungen dominiert werden. Vielmehr geht es darum, Technik gezielt einzusetzen, um Lehr- und Lernprozesse zu optimieren. Die Frage ist nicht: «Welche digitalen Tools gibt es?», sondern vielmehr: «Wie können diese Werkzeuge genutzt werden, um den Unterricht zu bereichern?». Dabei stehen methodisch-didaktische Konzepte im Vordergrund, die Kreativität, selbstgesteuertes Lernen und kooperatives Arbeiten fördern.
Experimentieren statt Zögern
Gute Ideen verdienen es, schnell umgesetzt zu werden. Oft zeigt sich erst in der Praxis, welche Ansätze wirklich tragfähig sind. Die Geber Rüf Stiftung setzt deshalb auf das Prinzip: Ausprobieren statt zögern. Innovative Projekte sollen nicht nur theoretisch durchdacht, sondern direkt im Unterricht getestet und weiterentwickelt werden.
Mit unserem Förderprogramm Education Pioneers unterstützen wir Lehrpersonen dabei, ihre innovativen Ideen in die Tat umzusetzen. Wir fördern engagierte Schulen und Lehrkräfte aller Stufen, die mit ihren Bottom-up-Initiativen neue Lern- und Lehrkonzepte entwickeln und erproben. Unser Ziel ist es, der «Schule der Zukunft» durch gezielte Unterstützung nachhaltige Impulse zu geben.
Aus der Praxis für die Praxis
Das Programm Swiss National EdTech Testbed bietet Schulen die Möglichkeit, vorevaluierte digitale Tools im Unterricht mit Unterstützung des Testbed-Teams kennenzulernen und zu testen. Speed-Dating mit pädagogischem Mehrwert.
MyIdea ist ein praxisorientiertes Unternehmerprogramm für Lernende an Berufsschulen. Im Rahmen der Berufsausbildung erarbeiten die Lernenden eine eigene Geschäftsidee. Mit der «myIdea Challenge» werden die stärksten Ideen ausgezeichnet und erhalten Unterstützung für eine weitere Umsetzung.
Beim LernFilm Festival (LFF) Wettbewerb produzieren Schulen, Lehrpersonen und Schüler:innen gemeinsam Lernfilme. Die Kinder machen nicht nur coole Filme, sie lernen auch den Umgang mit Medien und ein Thema anschaulich zu erklären. Das LFF findet seit 2012 für alle Regionen der Schweiz statt und bricht jedes Jahr neue Rekorde, 2024 mit 914 Filmeingaben.
Fokus: Making als Schulkultur
Der «Making»-Ansatz fördert kreatives, praktisches und selbständiges Arbeiten und Lernen, eine neue Lernkultur, die an allen Schulen in verschiedenen Varianten eingesetzt werden kann. In Kooperation mit proEdu werden die verschiedenen Making-Projekte und Makerspaces im Sinne von «Making als Methode und Schulkultur» in einen gegenseitigen Austausch gebracht. Ziel ist eine Making-Community von welcher interessierte Schulen und Kantone direkt für die Implementierung eines eigenen Making-Formats oder Makerspace profitieren können.
Bildungsinnovation braucht auch Kooperation
Bildung braucht eine starke lokale Verankerung, gerade in der Schweiz mit ihrer föderalistischen Struktur. Bildungsinnovationen können als Pilotprojekte regional entstehen aber nur im gesamtschweizerischen Austausch zwischen Lehrer:innen und Schulen eine nachhaltige Wirkung erzielen.
Austausch und Skalierung entsteht über Vernetzung, deshalb engagieren wir uns bei SwissFoundations und auf Spheriq in Bildungsnetzwerken - für den gemeinsamen Mehrwert.