FIRST VENTURES

Förderprogramm für unternehmerische Fachhochschul-Studierende

Nächster Eingabetermin:  31.05.2021

Mit «First Ventures» fördert die Gebert Rüf Stiftung Bachelor- und Masterstudierende von Fachhochschulen, die in ihrer Abschlussarbeit eine innovative Geschäftsidee entwickeln. Die Unterstützung bietet einen finanziellen Projektbeitrag von bis zu CHF 150’000 sowie ein individuell abgestimmtes Coachingprogramm. Für den Schwerpunkt stehen jährlich CHF 1.5 Mio. zur Verfügung. Was die bisherigen First Ventures-Gewinner*innen alles erreicht haben, zeigen diese Impact Clips.

Ziel: Innovationen an Fachhochschulen

«First Ventures» richtet sich an unternehmerische Fachhochschulstudierende wie Remo Waser und Simon Maranda (HSLU, First Ventures 2018-2020), die ihre Innovationsprojekte unmittelbar nach Diplomabschluss weiterverfolgen wollen. Die Projektbeiträge von maximal CHF 150'000 ebnen den Weg, das eigene Spin-off zu gründen. Für die Dauer des First Ventures-Projekts sind die Projektleiter*innen an der Fachhochschule angestellt und haben volle Budgetautonomie.

Die Gebert Rüf Stiftung ermutigt talentierte Bachelor- und Masterstudierende dazu, nicht allein die Hürde des formalen Studienabschlusses ins Auge zu fassen, sondern darüber hinaus eine  Startup-Gründung zu wagen. Der finanzielle Anschub gibt den Fachhochschulabsolvent*innen die Chance, eigene Ideen in neue Produkte und Dienstleistungen umzusetzen. Ziel ist es, eine Kultur der «Science Entrepreneurship» zu fördern und so das unternehmerische Potential an den Fachhochschulen zu stärken.

Das Programm «First Ventures» sieht nicht nur eine finanzielle Unterstützung vor, sondern ebenso ein individuell abgestimmtes Businesstraining- und Coachingprogramm. Dieses vermittelt den potentiellen Unternehmensgründer*innen das nötige Rüstzeug, um ihre Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Vorgesehen sind Schulungskurse in unternehmerischer Praxis, die Prüfung der Geschäftsidee, aber auch konkrete Anleitungen, wie man ein Start-up-Unternehmen gründet und führt. Zudem ermöglicht das Programm bedürfnisorientierte Coachings durch berufserfahrene Expert*innen aus der jeweiligen Branche. Das Trainingsprogramm wird auf die spezifischen Bedürfnisse der ausgewählten Projektleiter*innen abgestimmt und soll diesen den Zugang zu einem breiten Startup-Netzwerk eröffnen.

Grundlegende Anforderungen

  • Antragsberechtigt sind Bachelor- und Masterstudierende sämtlicher Fachbereiche und Disziplinen bzw. Fachhochabsolvent*innen bis maximal 6 Monate nach Abschluss. Absolvent*innen von Weiterbildungsmaster-Studiengängen werden nicht berücksichtigt.
  • Der ideale Eingabezeitpunkt liegt im Verlauf der Bachelor- oder Masterarbeit.
  • Projektteams sind willkommen, formal hat jedoch nur eine Person die Projektleitung inne.
  • Projektleiter*innen und allfällige Mitarbeitende des Projektteams sind für die Dauer des Projekts an der Fachhochschule angestellt. Diese trägt das Projekt ausdrücklich mit. Ein entsprechendes Unterstützungsschreiben ist dem Gesuch beizulegen.
  • Die Laufzeit beträgt ein bis maximal zwei Jahre, der Budgetrahmen CHF 50'000 bis maximal CHF 150’000. Pro Projekt können zusätzlich Kursangebote und Coachingleistungen im Umfang von CHF 5'000 beansprucht werden.
  • Die Betreuung durch den Fachhochschuldozierenden kann über das Projektbudget angemessen entschädigt werden.
  • Finanziert werden in erster Linie Salärkosten von der an der Fachhochschule angestellten Projektleiter*innen und Mitarbeiter*innen des Projektteams. Erwünscht ist der Einsatz von Hochschulmitteln. Auf jeden Fall sind Infrastruktur, Ausrüstung und Verbrauchsmaterial von der jeweiligen Schule bereit zu stellen.
  • Projekte können auch von dritter Seite mitunterstützt werden (z.B. Bundesmittel, Kantone, Stiftungen, Wirtschaft). Lückenfinanzierungen sind allerdings nicht das Ziel dieses Programms.
  • Es sind konkrete Pläne über die finanzielle Fortsetzung nach Auslaufen der Förderung vorzulegen.

Inhaltliche Förderkriterien

Gesucht sind Projekte mit hohem Innovationspotential für Wirtschaft und Gesellschaft, die konkrete Problemlösungen anbieten und zugleich den Qualitätsstandards des jeweiligen Forschungs- und Entwicklungsbereichs entsprechen. Die Antragsteller*innen zeichnen sich aus durch Fachkompetenz, Risikofreude und persönliches Engagement.

Projekteingabe

  • Beachten Sie die nächsten Eingabefristen: 31. Mai und 12. November 2021.
  • An einer Teilnahme interessierte sind gebeten, vor einer allfälligen Gesuchsabfassung mit der Programmleitung der Gebert Rüf Stiftung Kontakt aufzunehmen.
  • Die Gesuchseingabe erfolgt über das Webportal von «First Ventures» und besteht aus zwei Teilen («Online Application» und «Project Proposal»). Beachten Sie folgende Schritte:

    1. Lesen Sie die «Guidelines» aufmerksam durch und füllen Sie das «Online Application Form» aus. Sie können es jederzeit sichern.
    2. Laden Sie das Gesuchsformular herunter (Wordvorlage «First Ventures 2021/Project Proposal»).
    - Füllen Sie das Gesuchsformular vollständig aus und beschränken Sie es auf 6 Seiten (Formular exklusive Anhänge).
    - Legen Sie dem Gesuch je ein CV (1 Seite) der Projektteammitglieder bei sowie ein Unterstützungsschreiben der für die Anstellung der Projektmitarbeitenden zuständigen Fachhochschulinstanz.
    - Das Gesuchsformular (Wordvorlage) ist in Form eines einzigen PDF-Files (inkl. Anhänge) im Webportal von «First Ventures» hochzuladen (Rubrik «Proposal Upload»).
  • Projektgesuche werden in Deutsch und Französisch sowie vorzugsweise auf Englisch entgegengenommen.
  • Nach der ersten Selektionsrunde werden die für die Schlussselektion ausgewählten Gesuchsteller*innen eingeladen, ihr Projekt am 5. Juli 2021 vor der Jury zu präsentieren.
  • Die für die Schlussrunde ausgewählten Projektantragsteller*innen können ein Pitching-Training absolvieren. Für Call VII: 29. Juni 2021 Lausanne (Französisch) und 30. Juni 2021 Schlieren (Deutsch), Call VIII: 14. Dezember 2021 Lausanne (Französisch) und 15. Dezember 2021 Schlieren (Deutsch). Gesuchsteller werden gebeten, sich die betreffenden Termine vorgängig zu reservieren.

Projektevaluation und -begleitung

  • Gesuche werden von der Jury des Programms und externen Experten*innen evaluiert. 
  • Die Förderentscheide werden Mitte Juli 2021 und Ende Januar 2022 mitgeteilt.
  • Mit den Projektleiter*innen der bewilligten Gesuche wird ein Fördervertrag abgeschlossen.
  • Sämtliche Urheberrechte verbleiben bei den Projekten.

Jury

  • Prof. Dr. Roland Siegwart, Gebert Rüf Stiftung, Präsident des Stiftungsrates 
  • Prof. Dr. Jean-Marc Piveteau, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrates 
  • Prof. Dr. Elgar Fleisch, Gebert Rüf Stiftung, Mitglied des Stiftungsrates 
  • Dr. Regula Altmann-Jöhl, Direktorin, Kalaidos Law School
  • Prof. Mariana Christen Jakob, Gründerin seif, vormalige Prorektorin und Leiterin SocialLab, HSLU
  • Dr. Monica Duca Widmer, Präsidentin des Universitätsrates USI, Unternehmerin
  • Dr. Sebastian Friess, Leiter Standortförderung Kanton Bern, vormaliger Leiter Innovationspolitik SBFI
  • Prof. Nathalie Nyffeler, Leitung InnoKick heig-vd, HES-SO

Programmleitung

Dr. Marco Vencato, Stv. Direktor, Gebert Rüf Stiftung, St. Alban-Vorstadt 5, 4052 Basel, marco.notexisting@nodomain.comvencato@grstiftung.notexisting@nodomain.comch, Fon +41 61 270 88 20

Bewilligte Projekte First Ventures

Die Gewinnerprojekte der fünften Ausschreibung stehen fest:

Remo Oberholzer, ZHAW Aurora CHF 150’000
MA Anna-Flurina Kälin, ZHAW varcu CHF 150’000
MA Elena Nedelkoska, BFH WoDens CHF   30’000

 

Insgesamt sind 18 Antragsentwürfe und 17 gültige Projektgesuche eingegangen, davon kamen 4 aus der HES-SO und FHNW, 7 aus der ZFH, je 1 aus der BFH und SUPSI. 4 der 17 Antragsteller*Innen waren zum Zeitpunkt der Eingabe Studierende, 3 bewarben sich mit Masterdiplom und 12 mit Bachelorstudium. Von den 17 Kandidaten waren 8 Frauen.

Video-Clip Gewinner-Projekte

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Christoph Läser Photograph AG Basel