Schlüsselfaktoren in der Stiftungsarbeit

Kompetenzpooling: Mehr Wirkung durch geteiltes Wissen und Ressourcen

16 mars 2025

Förderstiftungen übernehmen eine essenzielle Funktion als Risikofinanzierer in der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Sie setzen dort an, wo staatliche Mittel und privatwirtschaftliche Anreize nicht ausreichen, um Innovation und soziale Entwicklung voranzutreiben. Doch viele dieser Herausforderungen sind so komplex, dass sie nicht von einer Organisation allein bewältigt werden können. Genau an diesem Punkt kommt die Kooperation ins Spiel: Durch Zusammenarbeit können Stiftungen ihre Ressourcen effizienter nutzen und ihre Wirkung erheblich steigern.

Kooperation als Schlüssel zur Effizienzsteigerung

Kooperationen zwischen Stiftungen, dem Staat und der Wirtschaft ermöglichen es, voneinander zu lernen und innovative Lösungen schneller umzusetzen. Indem unterschiedliche Perspektiven, Fachkenntnisse und Ressourcen gebündelt werden, entstehen Grössen-, Synergie- und Kompetenzeffekte, die weit über das hinausgehen, was eine einzelne Stiftung erreichen könnte. Dies führt nicht nur zu einer höheren Fördereffizienz, sondern auch zu nachhaltigeren und wirkungsvolleren Projekten.

Kooperationen sind ein Instrument der professionellen Organisationsführung, mit dem der Stiftungszweck effizienter und effektiver erreicht werden kann. Gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung bieten sich zahlreiche neue Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Wissensaustausch. Plattformen wie StiftungSchweiz erleichtern diesen Prozess, indem sie Stiftungen und andere Akteure miteinander verbinden und den Austausch von Best Practices fördern.

Kompetenzpooling als ungenutztes Potential

Ein bislang unterschätztes Element der Kooperation ist das gezielte Pooling von Kompetenzen. Hierbei geht es nicht nur um die gemeinsame Finanzierung von Projekten, sondern insbesondere um das Zusammenführen spezifischer Fachkenntnisse, Netzwerke und operativer Erfahrungen. Gerade in der heutigen komplexen Förderlandschaft ist der Austausch von Expertise entscheidend, um gesellschaftliche Herausforderungen nachhaltig und wirkungsorientiert zu lösen.

Die Gebert Rüf Stiftung setzt genau hier an: Sie möchte ihre langjährige Erfahrung, ihre Expertise und ihr Netzwerk gezielt einsetzen, um Synergien zu schaffen. Geplant ist, die eigenen Kompetenzen in den Bereichen Innovation, Bildung und Wissenschaftskommunikation mit denen anderer Akteure zu kombinieren. Ein Beispiel hierfür ist die Kick Foundation und der Kickfund, eine gemeinsame Initiative von Förderstiftungen und Privatinvestoren. Dabei bringt die Gebert Rüf Stiftung ihre Fördererfahrung sowie eine gut etablierte Förderpipeline ein, um vielversprechende Projekte gezielt zu unterstützen. Durch solche Kooperationen können bestehende Förderlücken identifiziert und Programme mit hohem Impactpotential entwickelt werden. Indem verschiedene Akteure ihre Stärken bündeln, können nicht nur neue Lösungsansätze entwickelt, sondern auch bestehende Ressourcen effizienter genutzt werden.

Ein Modell mit Zukunft

Das Modell des Kompetenzpoolings erlaubt es, vorhandene Ressourcen breiter als bisher für Organisationen innerhalb und ausserhalb des Stiftungssektors nutzbar zu machen. Dies trägt dazu bei, die Wirkung von Förderprogrammen zu maximieren und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Die Gebert Rüf Stiftung kann mit ihrer über 25-jährigen Fördererfahrung und ihrem weitreichenden Netzwerk ein attraktives Angebot machen: Kooperationen mit echtem Potential für mehr Wirkung und Nachhaltigkeit im Fördern und Stiften.

Die Zukunft der Stiftungslandschaft wird zunehmend durch Kooperationen geprägt sein. Wer sich aktiv an diesen Netzwerken beteiligt, kann nicht nur seinen eigenen Einfluss vergrössern, sondern auch zur Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme beitragen. Jetzt ist die Zeit, gemeinsam mehr zu erreichen!

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