Reporting mit Wirkung

So viel wie nötig – so knapp wie möglich

17 avril 2025

Als Stiftung tragen wir Verantwortung für die zielgerichtete Verwendung der Fördermittel, für effektive Prozesse und nicht zuletzt für eine konstruktive, schlanke Reportingkultur, die im Kern der Rechenschaftsablage dient und gleichzeitig einen Mehrwert für alle bringt. In der Learning Journey von Spheriq zum Thema «Reporting» wurde eines deutlich: Es gibt viele Wege zum Ziel – aber ein Prinzip eint alle: Weniger ist mehr.

Was Reporting für uns bedeutet

Bei GRS gestalten wir das Reporting bewusst schlank – und gleichzeitig wirkungsvoll. Unser Ziel: eine Berichterstattung, die relevante Erkenntnisse liefert, zur strategischen Ausrichtung beiträgt und Ressourcen schont – auf beiden Seiten.

Unsere drei Reporting-Bausteine

1. Knapper strategischer Bericht

Die Grundlage wird im Vertragsgespräch gelegt, mit klar definierten Meilensteinen für Zwischen- und Abschlussberichte. Der schriftliche Bericht ist strategisch ausgerichtet: Durch gezielte Fragen regt er die Projektverantwortlichen dazu an, ihre Planung auch über die aktuelle Förderphase und den Projektabschluss hinaus zu reflektieren.

Dabei geht es folgende Themen: Projektfortschritt und Zielerreichung, Mitteleinsatz, Effektivität, Projektmanagement, Wirkungsmessung, Ausblick/Skalierung

Wirkung als Kompass

Im Zentrum jedes Berichts steht die Wirkungsmessung – unser strategisches Herzstück. Dabei interessieren uns folgende Indikatoren:

  • Lückenfunktion: Welche Lücke wurde geschlossen – durch Innovation, Anschub oder Transfer?
  • Wirksamkeit: Hat das Projekt konkrete Ergebnisse geliefert – ein Produkt, ein Spin-off, eine Dienstleistung?
  • Hebelwirkung: Gab es Anschlussprojekte, Partnerschaften, neue Finanzierungen?
  • Fortsetzung: Wie geht es nach der GRS-Förderung weiter?

Wir kombinieren quantitative Indikatoren mit qualitativen Erkenntnissen und nutzen sie, um zu lernen, zu verbessern und unsere Förderstrategie weiterzuentwickeln. Die Projektberichte werden vom Stiftungsrat in den jeweiligen Verantwortungsbereichen beurteilt und zur Überprüfung sowie Weiterentwicklung der Strategie der Gebert Rüf Stiftung herangezogen.

Fazit: Kein Forschungsbericht, kein Roman – sondern ein kompakter, wirkungsorientierter Überblick als Grundlage für nächste Schritte.

2. Persönlicher Austausch

Der Dialog ist zentral. Jede Förderbeziehung startet und endet mit einem Gespräch. Bei Bedarf ergänzen wir durch Zwischengespräche. Diese werden von beiden Seiten initiiert, sind flexibel und bedarfsorientiert.

Nach dem schriftlichen Schlussbericht reflektieren wir gemeinsam in einem Abschlussgespräch:

  • Welche Wirkung wurde erzielt?
  • Welche strategischen Erkenntnisse nehmen wir mit?
  • Welche nächsten Schritte zeichnen sich ab?
  • Wie wurde die Förderbeziehung erlebt?

3. Öffentlichkeitsarbeit als Teil der Berichterstattung

«Public Understanding of Science» ist ein zentrales Förderanliegen der Gebert Rüf Stiftung. Neben den eigenen Kommunikationsaktivitäten erwarten wir von Projektleitenden, dass sie sich im Rahmen des GRS-Reportings in folgenden Bereichen engagieren, um ihre Themen breit sichtbar zu machen:

Webpräsenz – Die digitale Visitenkarte auf der GRS-Webseite
Ab Vertragsabschluss ist jedes geförderte Projekt mit einem selbst verfassten Steckbrief auf unserer Website vertreten. Dieser Kurzbeschrieb wird im Zuge der Berichterstattung laufend aktualisiert. Er bietet eine kompakte, verständliche und stets aktuelle Übersicht über Inhalte, Fortschritte und Perspektiven des Projekts.
Projektportfolio der GRS

Impact Clip – Wirkung auf Social Media sichtbar machen
Zum Projektabschluss erstellt das Projektteam einen kurzen, wirkungsvollen «Impact Clip», der auf den GRS-Kanälen gepostet wird. Er fasst in zwei Minuten prägnant und spannend zusammen, was erreicht wurde und wie es weitergeht. Die Grundlage dafür wird im GRS @Smovie-Workshop gelegt – ein von der GRS angebotenes Training für professionell produzierte Clips in Zusammenarbeit mit @Smovie.
Playlist der GRS Impact Clips

Schulbesuch – Die nächste Generation inspirieren
Geförderte Projekte wirken auch als Vorbild für eine mutige, zukunftsorientierte Gestaltung unserer Gesellschaft. Deshalb laden Projektteams im Projektverlauf eine Schulklasse der Sekundarstufe in ihr Labor oder ihre Forschungsstätte ein oder sie erzählen ihre (Startup-)Geschichte an einer Berufsschule.

So entstehen Dialog, Neugier und Inspiration für die nächste Generation von Innovator:innen!

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