Projektbeschreibung
Im Projekt «Peer to Peer Learning» entwickeln Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen der Wirtschaftsmittelschule der Kantonsschule am Brühl
St. Gallen selbstständig Workshops für die 6. Primarklasse und die Sekundarstufe I – zuerst zum Thema Digitalisierung und in den letzten beiden Jahren mit Schwerpunkt künstliche Intelligenz. Das Projekt ist mit vier Wochenlektionen dotiert und dauert ein Jahr. Begleitet werden die Klassen von je zwei Lehrpersonen aus Wirtschaft und Informatik. Der Lernort wurde bewusst in den SIPO (Swiss Innovation Park Ost, früher Startfeld) St. Gallen verlegt, das Netzwerk für Innovationen und Start-ups rund um den Säntis. Durch den engen Austausch mit Start-ups und dem Bildungslab Smartfeld lernen die Jugendlichen die Kompetenzen des 21. Jahrhunderts von engagierten Akteuren.
Was ist das Besondere an diesem Projekt?
Das Besondere an diesem Ausbildungsformat ist der Peer to Peer-Ansatz: Ältere Schülerinnen und Schüler bringen Jüngeren bei, was sie sich selbst erarbeitet haben. Weil die WMS-Klassen den Sechst- und Sekundarklassen lebensweltlich nahestehen, vermitteln sie auf Augenhöhe und besonders glaubwürdig – und müssen sich für die «Lehrrolle» tiefer mit den Inhalten auseinandersetzen als in jeder Prüfung. Genau das ist mit «Lernen durch Lehren» gemeint.
Dazu kommt das Umfeld: Weil das Projekt zwischen vielen Start-ups mitten im SIPO stattfindet, erleben die Schülerinnen und Schüler den Innovationsgedanken aus erster Hand und lassen sich für ihre Workshops inspirieren. Anders als bei vielen Schulprojekten, welche mit Praxisbezug entwickelt werden, dann aber Papiertiger bleiben, werden unsere Workshops real durchgeführt – von der Entwicklung über die Vermarktung bis hin zur individuellen Eins-zu-eins-Durchführung liegt alles in ihrer Hand. Daraus erwächst ein ganz neues Verantwortungsgefühl und die Jugendlichen entwickeln sich nicht nur im Team, sondern auch in ihrer Persönlichkeit stark weiter.
Stand/Resultate
Das Projekt startete bereits im Schuljahr 2019/20 – damals noch ohne Förderung. Von Dezember 2020 bis Juli 2024 wurde es von der Gebert Rüf Stiftung unterstützt und im Sommer 2024 um zwei weitere Schuljahre verlängert. Im Juli 2026 ist es nach sechs Jahren erfolgreich zu Ende gegangen.
In dieser Zeit haben zwölf Klassen der Wirtschaftsmittelschule das Projekt selbstständig getragen, über 50 eigene Workshops entwickelt und damit 1'695 jüngere Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Region erreicht. Dazu kamen zahlreiche öffentliche Auftritte – etwa an den Open Days und Bildungstagen von Smartfeld, zuletzt am EduAI Summit im Mai 2026 –, an denen die Klassen ihre Workshops auch vor einem Fachpublikum aus der Bildung durchführten.
Ab August 2026 geht das Projekt in einer weiterentwickelten Form weiter: Die Schülerinnen und Schüler besuchen neu regionale KMU, erleben dort den praktischen Einsatz von künstlicher Intelligenz und entwickeln daraus Workshops, in denen junge Lernende ein eigenes, anfassbares Produkt herstellen. Bei Interesse am Projekt wenden Sie sich gerne an
renee.notexisting@nodomain.comlechner@ksb-sg.notexisting@nodomain.comch.
Links
Am Projekt beteiligte Personen
Kantonsschule am Brühl:
Renée Lechner, Projektleiterin
Silvia Wetter, Co-Projektleiterin
Lydia Kochgruber, Lehrperson
Ursula Kuhn, Lehrperson
Externer Projektpartner
Innovationspark Ost (Smartfeld), Netzwerk für Innovationen und Startups, St. Gallen
Letzte Aktualisierung dieser Projektdarstellung 22.07.2026