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Projektdarstellungen auf der Webseite

Jedes von der Gebert Rüf Stiftung geförderte Projekt wird mit einer Webdarstellung zugänglich gemacht, die über die Kerndaten des Projektes informiert. Mit dieser öffentlichen Darstellung publiziert die Stiftung die erzielten Förderresultate und leistet einen Beitrag zur Kommunikation von Wissenschaft in die Gesellschaft.

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Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden – BREF 2009

Redaktion

Für den Inhalt der Angaben zeichnet die Projektleitung verantwortlich.

Kooperation

Dieses Projekt ist einer der fünf Gewinner der Jahresausschreibung 2009 «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» – ein Kooperationsprogramm von Gebert Rüf Stiftung und Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz – KFH. Projektpartner: Berner Fachhochschule; Schweizerischer Gemeindeverband

Projektdaten

  • Projekt-Nr: GRS-040/09 
  • Förderbeitrag: CHF 294'000 
  • Bewilligung: 28.10.2009 
  • Dauer: 06.2010 - 10.2012 
  • Handlungsfeld:  BREF, 2009 - 2010

Projektleitung

Projektbeschreibung

Auch Gemeinden stehen zunehmend im Wettbewerb: Es gilt, für Steuerzahler – Personen und Firmen – attraktiv zu sein. Noch nutzen Gemeinden das Know-how der Fachhochschulen (FH) kaum, um neue, innovative Ansätze zu erarbeiten. Wo immer der Innovationsbedarf besteht – im Bereich Soziales, Infrastruktur, Schulen, Finanzplanung, Personalführung, Informatik, generelle Strategie – das entsprechende Know-how ist an mindestens einer Fachhochschule im Lande verfügbar.

INGE fördert die Vernetzung zwischen aktiven FH-Forschungsgruppen und innovationswilligen Gemeinden und begünstigt die Lancierung neuer Forschungs- und Entwicklungs-Projekte und damit auch die Intensivierung der Kooperation zwischen der Wirtschaft und den FH in diesem Marktsegment. Im Hinblick auf das strategische Ziel der Förderung innovativer Projekte in den Gemeinden etabliert INGE die Zusammenarbeit der FH mit dem Schweizerischen Gemeindeverband.

Bis Projektende sollen mindestens drei Projekte soweit konkretisiert werden, dass die betreffende Gemeinde und der/die Fachhochschulpartner die nötigen Forschungsgelder über Förderinstitutionen generieren konnten. Langfristig soll es innovationswilligen Gemeinden ein Leichtes sein, die für ihre Fragestellung kompetenten Forscherteams an Fachhochschulen zu finden und ein förderungswürdiges Projekt zu lancieren. Die Fachhochschulen profitieren, indem sie sich – gemeinsam trotz weiterhin bestehender Konkurrenz im einzelnen Fachgebiet – einen neuen Markt erschliessen: die Gemeinden.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Gemeinden sind einem starken Innovationsdruck ausgesetzt. Dass Fachhochschulen in entsprechenden Entwicklungsprojekten ideale Partner sein können, ist den Gemeinden erst wenig bekannt. Die interdisziplinäre und überregionale Vernetzung von Kompetenzen verschiedener Fachhochschulen und innovationswilligen Gemeinden ist dabei besonders vielversprechend. Hier hat INGE angesetzt.

Stand/Resultate

INGE hatte sich zum Ziel gesetzt, die FH als Drehscheiben für innovative Lösungsansätze auf kommunaler Ebene zu etablieren, durch Vernetzung der FH untereinander und durch die enge Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gemeindeverband (SGV). In den zwei Projektjahren wurden wichtige Ziele erreicht: Die FH waren zum ersten Mal an der Suisse Public 2011 präsent, die Plattform für FH und innovationsfreudige Gemeinden ist in Betrieb und neue Innovationsprojekte mit Gemeinden wurden lanciert. Im strategischen Bereich ist es dem INGE-Team gelungen, die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Gemeindeverband zu intensivieren und über INGE hinaus zu etablieren und damit ein nachhaltiges Geschäftsmodell für Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden sicherzustellen.

Im Einzelnen wurden folgende Ziele erreicht:
1. Eine Analyse des „Innovationsmarktes Schweizer Gemeinden“ wurde 2010 durchgeführt. Auf der Nachfrageseite hat die Befragung von sechs Gemeinden, die stellvertretend das breite Spektrum schweizerischer Gemeinden abdecken, gezeigt, dass Innovationsbedarf insbesondere in den Bereichen Raumplanung/Infrastruktur, Personalführung/Controlling, Partizipation der Bevölkerung und interkommunale Zusammenarbeit/Alternativen zu Gemeindefusionen besteht. Auf der Angebotsseite hat eine intensive Recherche auf den Homepages aller sieben Schweizer Fachhochschulen gezeigt, dass in allen FH angewandte F&E-Gruppen aktiv mit Gemeinden kooperieren. Inhaltlich lässt sich dabei das sehr breite Themenspektrum in sechs Bereiche zusammenfassen: Raumplanung/Landwirtschaft/Verkehr, Sozialplanung/Gesundheit, Tourismus/Kulturförderung, Verwaltungsmanagement (inkl. Fusionen), Finanzen, IKT und Kommunikation. Damit sind die Angebote der FH sehr nahe an den von den Gemeinden formulierten Bedürfnissen.

2. Dem strategischen Ziel der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und FH diente der gemeinsame Auftritt von vier FH an der Swiss Public (21. bis 24. Juni in Bern). Vertreterinnen und Vertreter der Westschweizer Fachhochschule (HES-SO), der Berner Fachhochschule (BFH), der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw) und der Fachhochschule Ostschweiz (FHO) präsentierten gemeinsam mit Partnern aus Gemeinden, kantonaler Verwaltung und Privatwirtschaft im Rahmen der Sonderschau „Innovationsförderung in Schweizer Gemeinden“ während vier Tagen ein breites Spektrum an aktuellen Projekten und Ausbildungsangeboten.

3. Die Lancierung der Plattform gemeindezukunft.ch sowie deren semantischer Schwester data.gemeindezukunft.ch waren wichtige Schritte zur Etablierung des Netzwerks und zentrale Instrumente für die nachhaltige Arbeit. Auch nach dem Abschluss von INGE beteiligt sich der Schweizerische Gemeindeverband SGV am Aufwand für Betrieb und Moderation der Plattform gemeindezukunft.ch mit einem jährlichen Beitrag. Weiter werden beim KTI im August 2012 drei Stellen à je 60% für Innovationsmentoren für die Schweizer Gemeinden der drei Sprachregionen beantragt; den Mentoren werden die beiden Plattformen zur Verfügung gestellt.

4. Die strategischen Ziele der Stärkung des Netzwerks zwischen den FH und der Initiierung neuer Projekte mit Beteiligung mehrerer FH wurden in einem Workshop im Februar 2011 in Bern verfolgt. Auf Einladung des INGE-Teams haben Forschende aus allen FH teilgenommen. Aus dieser Vernetzung sind u.a. fünf Projekte entstanden, die durch INGE je mit einem Betrag von CHF 5‘000 unterstützt werden konnten. Drei dieser Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1.2 Mio. sind bereits bewilligt worden. Fünf weitere Projekte wurden vom INGE-Team eingereicht.

5. Ein Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit war die Mitgestaltung der Ausgabe der eGov Präsenz 1/2012 mit der Thematik „Gemeinden und Städte – Geniale Orte“ mit einer Auflage von 2500 Exemplaren. Der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung diente auch die Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen, sowie die Durchführung von Workshops mit Exekutiven und Verwaltungskadern:
Gurtner, Andrea: «Das Wissenstransfer Projekt INGE – Innovation in Gemeinden», eGovernment Kongress, Graz, 19.-20.6.2012
Gurtner, Andrea: «Gemeindeidentität», Workshop für den Verband der Gemeindeschreiberinnen und Gemeindeschreiber des Kantons Schaffhausen (VGSH), Schaffhausen, 6.3.2012
Gurtner, Andrea: «Gemeindeidentität», Workshop mit dem Gemeinderat von Trimstein, Bern, 28.1.2011
Gurtner, Andrea: «Stärkung der Gemeindeidentität: Ein klares Profil nach aussen und ein Identifikationsangebot nach innen», Symposium Wissenstransfer zwischen Kommunen und Hochschulen, Halberstatt, 26.9.2012
Neuroni, Alessia: «Mit effizienten Prozessen zum erfolgreichen eGovernment», 1. eGov-Day 2012, Schaffhausen, 4.5.2012

Publikationen

eGov Präsenz 1/2012 «Gemeinden und Städte – Geniale Orte»;
Gurtner, A., Azer, Y., Sommer, D., Zürcher, S., & Musaelyan, G.-M. (2012). Einzigartigkeit der Gemeinde als Marke nutzen. Schweizer Gemeinde, 9/12;
Gurtner, A., & Baumann, P. (2011). Selbstbewusstsein und starke Identität. Schweizer Gemeinde, 5/11, 23-25;
Neuroni, A., Sauter, U., & Gurtner, A. (2011). gemeindezukunft.ch – Das Netzwerk zwischen Gemeinden und Fachhochschulen. SKR Die schweizerische Kommunal-Revue, 3/1, http://www.fachpresse.com/themen/schwerpunktthemen/gemeindezukunftch-das-netzwerk-zwischen-gemeinden-und-fachhochschulen.html

Medienecho

AAA cercasi persone e Comuni innovativi - INGE (SUP Berna) offre l'opportunità di inserirsi in un network di ricerca: Gestione e servizi pubblici, Maggio 2011;
Comuni, servono soluzioni innovative - Dialogo e sinergie tra le Scuole Univerrsitarie Professionali (SUP) ed Enti Locali: Alessia C. Neuronie e Matteo Oleggini, Corriere del Ticino, Lunedi 27 Dicembre 2010;
Fachhochschulen arbeiten mit Gemeinden zusammen: Interview in der Schweizer Gemeinde, Ausgabe 11/10, http://www.chgemeinden.ch/de/PDF-artikel/PDF-Artikel-2010/10_11-Innovation.pdf

Links

Am Projekt beteiligte Personen

Prof. Dr. Urs Sauter, Co-Projektleitung, Berner Fachhochschule, Institute for ICT-Based Management, Biel, 032 / 321 63 26, urs.notexisting@nodomain.comsauter@bfh.notexisting@nodomain.comch
Prof. Dr. Alessia Neuroni, Co-Projektleitung, Berner Fachhochschule, Kompetenzzentrum E-Government, Bern, 031 848 34 49, alessia.notexisting@nodomain.comneuroni@bfh.notexisting@nodomain.comch
Prof. Dr. Andrea Gurtner, Projektmitarbeiterin, Berner Fachhochschule, Kompetenzzentrum Corporate and Business Development, bern, 031 848 34 60, andrea.notexisting@nodomain.comgurtner@bfh.notexisting@nodomain.comch
Gina-Maria Musaelyan, Berner Fachhochschule, Projektmitarbeiterin, Institute for ICT-Based Management, Biel, gina.notexisting@nodomain.commusaelyan@bfh.notexisting@nodomain.comch

Letzte Aktualisierung dieser Projektdarstellung  27.03.2024