IMPACT

Mit Kennzahlen Förderwirkung aufzeigen

Seit 20 Jahren stellt die Gebert Rüf Stiftung mit gezielten Anschubfinanzierungen «Risikokapital» zur Verfügung und macht Projekte für weitere Trägerschaften anschlussfähig. In gewissen Fällen begleitet sie ein Projekt von der Konsolidierung bis zur finanziellen Eigenständigkeit. Gegenwärtig finanziert und betreut die Gebert Rüf Stiftung – mit unterschiedlichem Mitteleinsatz und Begleitungsaufwand – 169 Projekte. Seit der Stiftungsgründung konnten mit CHF 192 Mio. gegen 950 Projekte bewilligt werden, wovon bereits gut 770 abgeschlossen sind.

Fördertätigkeit

Seit ihrer Gründung hat die Gebert Rüf Stiftung total CHF 210 Mio. freigesetzt, wovon CHF 192 Mio. in die direkte Projektförderung investiert wurden (Stand 31.12.2017). Das jährliche Fördervolumen entwickelte sich wie folgt:

Fördertätigkeit<br/>

Impulse geben

Die Gebert Rüf Stiftung sieht ihre Aufgabe darin, Risiken zu tragen und Finanzierungen zwecks Anschub zu leisten. Durch die Unterstützung von Projekten mit klarer Identität strebt sie eine messbare Hebelwirkung an. Sie positioniert sich in der seit längerem bekannten Finanzierungslücke, im sogenannten «Tal der Tränen», wo für viele innovative Projekte die Förderkette abreisst, keine Forschungsgelder mehr zur Verfügung stehen und noch kein Venture Kapital in Sicht ist.

Durch ihr flexibles Förderkonzept kann die Gebert Rüf Stiftung der Forschung dort Impulse verleihen, wo die staatlichen Fördereinrichtungen aus institutioneller Risikoscheu Lücken hinterlassen. Mit ihren Handlungsfeldern lanciert die Gebert Rüf Stiftung regelmässig neue Themen. Der Erfolg ist dann gewährleistet, wenn es gelingt, diese Themen in der Förderlandschaft nachhaltig zu verankern.

Wirkung aufzeigen

Die 20-jährige Fördertätigkeit 1998–2018 hat die Stiftung zum Anlass genommen, bei allen Förderpartnern die Resultate und Wirkung der GRS-Förderung nachzufragen, dies in Bezug auf die Kernkriterien der Stiftung: Lückenfunktion, Wirksamkeit, Auslösung.

Die nachfolgende Zusammenstellung ist eine Synthese der Auswertung von ca. 70% aller abgeschlossenen Projekte, Projekte spezifischer Handlungsfelder wurden separat und gesamthaft ausgewertet.

Projekte haben zu...

  • ...94% eine entscheidende Innovationslücke geschlossen, davon 70% in Bezug auf Innovation, 78% in Bezug auf Anschub. 
  • ...67% ein neues Produkt geschaffen.
  • ...30% zur Gründung eines Start Ups geführt.
  • ...75% eine neue Partnerschaft begündet. 47% der Projekte sind eine Partnerschaft mit der Industrie, 33% mit Dienstleistern und 67% mit der öffentlichen Hand eingegangen.
  • Hebelwirkung: Die von der Stiftung mit insgesamt CHF 200 Mio. unterstützten Projekte konnten weitere Finanzierungen von insgesamt CHF 4'000 Mio. auslösen.

Handlungsfeldgestützte Förderung

Die Handlungsfelder der Gebert Rüf Stiftung sind als zielgerichtete Schwerpunktengagements auf Zeit angelegt. Die nachfolgende Darstellung ausgewählter abgeschlossener Handlungsfelder zeigt exemplarisch die Wirkung der handlungsfeldgestützten Fördertätigkeit:

«NETS»: New Entrepreneurs in Technology an Science, 1999–2005

Das Programm NETS – New Entrepreneurs in Technology and Science wurde von der Gebert Rüf Stiftung 1999 initiiert und war ein einzigartiges Entrepreneurship-Trainingsprogramm für junge Wissensunternehmer an Schweizerischen Hochschulen. Im Jahr 2006 wurde aufgrund des Erfolges von NETS das nationale Entrepreneurship Trainings-Programm der Förderagentur des Bundes für Innovation KTI/Innosuisse lanciert. Die GRS hat 2007 als Nachfolgeprogramm die bis heute sehr erfolgreiche Initiative Venture Kick lanciert.

 

«Rare Diseases»: Seltene Krankheiten zum direkten Patientennutzen erforschen, 2009–2014

Mit dem Ziel, Diagnostika und Medikamente zur Behandlung seltener Krankheiten zu entwickeln, hat die Gebert Rüf Stiftung im Jahr 2009 ein entsprechendes Handlungsfeld lanciert: Rare Diseases – New Approaches. Während der Laufzeit von 6 Jahren wurden 332 Projekte eingereicht; davon wurden 31 mit einem Budget von insgesamt CHF 12.3 Mio. bewilligt. Fast die Hälfte dieser Projekte hat einen diagnostischen oder therapeutischen Erfolg erzielt. In dieser Zeit wurden auf vielen Ebenen bedeutende Erfolge erzielt. Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat ein dringend benötigtes «nationales Konzept Seltene Krankheiten» initiiert und in die Umsetzung geführt. Der Schweizerische Nationalfonds trat dem E-Rare-Netzwerk mit seinem transnationalen Call zur Finanzierung multinationaler Forschungsprojekte im Bereich «Innovative therapeutische Ansätze für seltene Krankheiten» bei. Der Dachverband ProRaris wurde 2010 gegründet.