IMPACT

Mit Kennzahlen Förderwirkung aufzeigen

Seit gut 20 Jahren stellt die Gebert Rüf Stiftung mit gezielten Anschubfinanzierungen «Risikokapital» zur Verfügung und macht Projekte für weitere Trägerschaften anschlussfähig. In gewissen Fällen begleitet sie ein Projekt von der Konsolidierung bis zur finanziellen Eigenständigkeit. Gegenwärtig finanziert und betreut die Gebert Rüf Stiftung – mit unterschiedlichem Mitteleinsatz und Begleitungsaufwand – 173 Projekte. Seit der Stiftungsgründung hat sie über 1000 Projekte bewilligt und CHF 217 Mio. gesprochen. 875 Projekte sind inzwischen abgeschlossen.

Fördertätigkeit

Seit ihrer Gründung hat die Gebert Rüf Stiftung total CHF 240 Mio. freigesetzt, wovon CHF 217 Mio. in die direkte Projektförderung investiert wurden (Stand 31.12.2019). Das jährliche Fördervolumen entwickelte sich wie folgt:

Fördertätigkeit<br/>

Impulse geben

Die Gebert Rüf Stiftung sieht ihre Aufgabe darin, Risiken zu tragen und Finanzierungen zwecks Anschub zu leisten. Indem sie Projekte mit klarer Identität unterstützt, strebt sie eine messbare Hebelwirkung an. Sie positioniert ihre Förderung in ausgewählten Finanzierungslücken, wo innovative, im Aufbau befindliche Projekte einen Anstoss brauchen, um ihren Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft voll zu entfalten.

Durch ihr flexibles Förderkonzept kann die Gebert Rüf Stiftung Bildung, Forschung und Innovation dort Impulse verleihen, wo die staatlichen Fördereinrichtungen aus institutioneller Risikoscheu Lücken hinterlassen. Mit ihren Handlungsfeldern lanciert die Gebert Rüf Stiftung regelmässig neue Themen. Der Erfolg ist dann gewährleistet, wenn es gelingt, diese Themen in der Förderlandschaft nachhaltig zu verankern.

Wirkung aufzeigen

Die 20-jährige Fördertätigkeit zwischen 1998 und 2018 hat die Stiftung zum Anlass genommen, bei allen Förderpartnern die Resultate und Wirkung der GRS-Förderung nachzufragen – und dies in Bezug auf die Kernkriterien der Stiftung: Lückenfunktion, Wirksamkeit, Auslösung.

Die nachfolgende Zusammenstellung ist eine per Ende 2019 aktualisierte Synthese der Auswertung von ca. 70 Prozent aller abgeschlossenen Projekte, Projekte spezifischer Handlungsfelder wurden separat und gesamthaft ausgewertet.

Projekte haben zu...

  • ...94 Prozent eine entscheidende Innovationslücke geschlossen, davon 71 Prozent in Bezug auf Innovation, 79 Prozent in Bezug auf Anschub.
  • ...65 Prozent ein neues Produkt geschaffen.
  • ...29 Prozent zur Gründung eines Startups geführt.
  • ...73 Prozent eine neue Partnerschaft gegründet. 47 Prozent der Projekte sind eine Partnerschaft mit der Industrie, 32 Prozent mit Dienstleistern und 67 Prozent mit der öffentlichen Hand eingegangen.
  • Hebelwirkung: Die von der Stiftung mit insgesamt CHF 217 Mio. unterstützten abgeschlossenen Projekte konnten weitere Finanzierungen von insgesamt CHF 6'724 Mio. auslösen.

Handlungsfeldgestützte Förderung

Die Handlungsfelder der Gebert Rüf Stiftung sind als zielgerichtete Schwerpunkt-Engagements auf Zeit angelegt. Die nachfolgende Darstellung ausgewählter abgeschlossener Handlungsfelder zeigt exemplarisch die Wirkung der handlungsfeldgestützten Fördertätigkeit:

 

Pilotförderung, 1998 – 2018

Die Gebert Rüf Stiftung hat sich seit ihrer Gründung 1997 mit der Finanzierungslücke zwischen Grundlagenforschung und Markt befasst. Mit ihrer handlungsfeldgestützten Förderstrategie erreicht sie mehr nachhaltige Wirkung, als dies bei gleichem Mitteleinsatz mit einer für Förderstiftungen klassischen Streuförderung möglich wäre.

Mit der «Pilotförderung» schuf die GRS 1998 ein themenoffenes Fördergefäss für besonders originelle, innovative und überraschende Projekte mit ausgewiesenem Pilotcharakter von gesamtschweizerischer Bedeutung. Der Fokus lag wie bei allen Förderaktivitäten auf der seit längerem bekannte Finanzierungslücke zwischen Nationalfonds und der heutigen Innosuisse (vormals: KTI), das sogenannte «Tal der Tränen», wo für viele innovative Projekte die Förderkette abreisst, keine Grundlagenforschungsgelder mehr zur Verfügung stehen und noch kein Venture Kapital in Sicht ist. So konnten mit einer Initial- und Anschubfinanzierung immer wieder kleine Leuchtturmprojekte realisiert werden, Pilotprojekte mit wegweisendem Charakter und grossem Potential, aus denen sich auch thematische Handlungsfelder entwickeln konnten.

Mit der Lancierung des von SNF und Innosuisse gemeinsam geführten Förderprogramms BRIDGE im Jahr 2017 konnte diese Lücke nach 20 Jahren geschlossen werden. Die GRS hat in diesem Sinne ihr Ziel erreicht: Die Brücke ist geschlagen. Die GRS hat sich von der Pilotförderung zurückgezogen; mit dem Programm «InnoBooster» geht sie neue vielversprechende Lücken mit grossem Potential an.

 

BREF – «SOZIALE INNOVATION»: Modellprojekte an Fachhochschulen, 2009–2017

Unter dem Titel «BREF – Brückenschläge mit Erfolg» förderte die Gebert Rüf Stiftung von 2009 bis 2017 modellhafte Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der sozialen Innovation. Sie trugen dazu bei, das Potential der «weichen» Fachhochschuldisziplinen als F&E-Partner zu stärken. Dafür standen jährlich 1.5 Mio. CHF zur Verfügung.

Das Förderprogramm BREF, das in enger Zusammenarbeit mit «swissuniversities – Kammer Fachhochschulen» durchgeführt wurde, war seit 2009 auf die Thematik der «Sozialen Innovation» fokussiert. Die Jahresausschreibungen richteten sich an Angehörige von Fachhochschulen, die starke Ideen für modellhaft neue und vielversprechende Kooperationen mit Praxispartnern aus Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln wollten. Durch ihren Bezug zur Praxis haben Fachhochschulen ein besonderes Potential, sozialen Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen.