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Projektdarstellungen auf der Webseite

Jedes von der Gebert Rüf Stiftung geförderte Projekt wird mit einer Webdarstellung zugänglich gemacht, die über die Kerndaten des Projektes informiert. Mit dieser öffentlichen Darstellung publiziert die Stiftung die erzielten Förderresultate und leistet einen Beitrag zur Kommunikation von Wissenschaft in die Gesellschaft.

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Spinne sein – Erlebe den Mikrokosmos einer Spinne mit allen Sinnen

Redaktion

Für den Inhalt der Angaben zeichnet die Projektleitung verantwortlich.

Projektdaten

  • Projekt-Nr: GRS-104/25 
  • Förderbeitrag: CHF 142'000 
  • Bewilligung: 25.02.2026 
  • Dauer: 05.2026 - 10.2027 
  • Handlungsfeld:  Scientainment, seit 2013

Projektleitung

Projektbeschreibung

Wie fühlt sich die Welt aus der Perspektive einer Spinne an?
Das Projekt «Spinne sein» ermöglicht einen einzigartigen Perspektivwechsel: In einer multisensorischen Virtual-Reality-Installation tauchen Besucher:innen in die Lebenswelt einer einheimischen Spinne ein (Vierfleck Zartspinne, Anyphaena accentuata) und erleben deren Umwelt mit allen Sinnen – visuell, über Vibrationen und Luftströmungen.
Die immersive Experience macht erfahrbar, wie unterschiedlich Tiere ihre Umwelt wahrnehmen. Während Menschen ihre Umgebung hauptsächlich visuell erfassen, orientieren sich Spinnen stark über feinste Schwingungen und Luftbewegungen. Die Besucher:innen werden dabei nicht zu Beobachtenden, sondern selbst zur Spinne.
Ziel des Projekts ist es, einen emotionalen und niedrigschwelligen Zugang zu Biodiversität, Artenschutz und den oft übersehenen Kleinstlebewesen unserer Umwelt zu schaffen. Durch die Verbindung von Wissenschaft, Design, Virtual Reality und multisensorischer Interaktion entsteht ein innovatives Vermittlungsformat an der Schnittstelle von Museum, Forschung und digitalem Storytelling.
Das Projekt wurde von der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) gemeinsam mit Partner:innen aus Wissenschaft, Szenografie und Museumsvermittlung entwickelt. Nach einer ersten Prototypenphase wird die Installation ab 2027 in mehreren Schweizer Naturmuseen gezeigt und laufend weiterentwickelt.
Die zugrundeliegende VR-Installation basiert auf einer modularen, skalierbaren Architektur, die audiovisuelle Inhalte mit Wind- und Vibrationsfeedback verbindet. Dadurch können neue Tier- und Erlebniswelten mit vergleichsweise geringem Entwicklungsaufwand integriert und als austauschbare Module in unterschiedlichen musealen und öffentlichen Kontexten eingesetzt werden. Die Plattform soll erweiterbar konzipiert werden und damit eine langfristig nutzbare Infrastruktur für multisensorische Vermittlungsformate in Bildung, Museum und Wissenschaftskommunikation bilden.

Stand/Resultate

Von August 2025 bis Februar 2026 wurde «Spinne sein» als Teil der Ausstellung «Museum of the Future – 17 digitale Experimente» im Museum für Gestaltung Zürich präsentiert. Die Ausstellung diente zugleich als Testfeld für die Weiterentwicklung der Experience im Dialog mit dem Publikum.
Im nächsten Projektschritt wird die Installation technisch und didaktisch für den langfristigen Einsatz in Museen optimiert. Gemeinsam mit Ausstellungspartnern entstehen robuste, benutzerfreundliche Module für Naturmuseen, Schulklassen und Veranstaltungen.
Mehrere Schweizer Naturmuseen haben bereits ihre Teilnahme an einer geplanten Ausstellungstournee 2027–2029 zugesagt, darunter die Naturmuseen St. Gallen, Solothurn, Luzern, Olten sowie das Naturama Aarau.
Langfristig soll die entwickelte Plattform auf weitere Kleinstlebewesen wie Heuschrecken, Käfer oder Tausendfüssler erweitert werden. Die modulare Architektur ermöglicht die Entwicklung zusätzlicher multisensorischer Experiences mit vergleichsweise geringem Aufwand.

Links

Am Projekt beteiligte Personen

Niklaus Heeb, Projektleitung, Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Leiter Fachrichtung Knowledge Visualization

Projektteam ZHdK
Barbara Schuler – Projektkonzeption und Gestaltung
Jonas Christen – Projektkonzeption und Gestaltung
Daniel Hug – Sounddesign und Interaktion

Wissenschaftliche Partner:innen
Karin Urfer, Naturmuseum St. Gallen – Arachnologie und Vermittlung
Museumspartner:innen; St. Gallen, Solothurn, Luzern, Olten, Aarau.

Entwicklungs- und Ausstellungspartner
Matthias Schnegg, Grönlandbasel – Ausstellungskonzept
Roland Brönnimann, tweaklab Basel – Installationsentwicklung

Letzte Aktualisierung dieser Projektdarstellung  11.05.2026